Monheim: Gewässerschutzwart warnt Angler vor Fisch-Virus
zuletzt aktualisiert: 15.07.2008Düsseldorf (RPO). Gerd Hantschke, Referent für Gewässer- und Naturschutz aus Monheim, sorgt sich um die Fischgesundheit in heimischen Gewässern. Zuletzt seien in linksrheinischen Baggerseen große tote Brassen gefunden worden.
Die Ursachen blieben Spekulation. „Nachdem – wahrscheinlich wegen der Klimaveränderung – die Laichzeit der Brassen in diesem Jahr schon Ende April/Anfang Mai in unserer Region stattgefunden hat, ist eher mit einer neuen Krankheit zu rechnen“, befürchtet Hantschke.
Der Fischgesundheitsdienst Sachsens spreche vom sogenannten Koi-Herpesvirus (KHV), der sich in deutschen Gewässern ausbreite. Dieser Virus könne einige heimische karpfenartige Fische befallen.
„Durch Unachtsamkeit wird dieser Virus von Gewässer zu Gewässer getragen“, weiß Hantschke und rät Anglern, alle Geräte wie Angelruten oder Unterfangkescher nach dem Gebrauch gründlich zu reinigen. Außerdem empfiehlt er „den zuständigen Sachbearbeitern in den Behörden“, das Fachbuch „Krankheiten und Schädigungen der Fische“ (H. -H. Reichenbach-Klinke) zu studieren.
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