Langenfeld: Karibik-Fieber am Bieräquator
VON DORIAN AUDERSCH - zuletzt aktualisiert: 09.07.2007Düsseldorf (RPO). Frittierte Bananen, farbenfrohe Cocktails, heiße Samba-Tänze – Langenfelds „Karibische Nacht“ lockte mehr als 10 000 Menschen in die City. Auch in vielen Läden, die bis 24 Uhr geöffnet hatten, herrschte Hochbetrieb.
Vor der Bühne neben der Stadtgalerie hat sich eine große Menschentraube gebildet. Mit einer Mischung aus Faszination und Staunen beobachten sie eine brasilianische Tanzgruppe bei ihrem Auftritt. Zu Sambaklängen wirbeln die Südamerikaner über die Bühne, und so mancher lässt sich von den heißen Rhythmen mitreißen und tanzt vor der Bühne. Auch wenn das Wetter eher nordeuropäisch als tropisch war, lockte die verkaufsoffene Karibiknacht mehr als 10 000 Menschen in die Innenstadt.
Vom Marktplatz bis zur Solinger Straße war ebenfalls einiges los. Eine karibische Trommelgruppe hier, ein Sambatanz-Kursus dort. Viele Geschäfte sind farbenfroh dekoriert und haben ganz spezielle Angebote zum Thema Karibik. Der Bio-Laden von Sven Lucht etwa hat eine besondere Köstlichkeit im Angebot: frittierte Gemüsebananen. „Das sind die Pommes der Karibik“, erklärt der Inhaber: „Diese Bananen sind nicht süß und daher ein guter Ersatz für die Kartoffel.“ Auch in Kombination mit der typisch deutschen Currywurst sei die südamerikanische Frittenvariante ein echter Leckerbissen. „Die gehen weg wie warme Semmeln“, freut sich Lucht. „Wir kommen fast nicht mehr mit dem Frittieren hinterher. Mit so einem Andrang hätte ich nie gerechnet.“
Karibik
Die Karibik liegt im westlichen, tropischen Teil des Atlantischen Ozeans nördlich des Äquators. Sie besteht aus dem Karibischen Meer und den dort gelegenen Inseln und Inselgruppen. Benannt ist sie nach dem Volk der Kariben, das die spanischen Entdecker auf den Kleinen Antillen antrafen.
Lucht, der auch Vorsitzender der Interessengemeinschaft Solinger Straße ist, lobt vor allem das Engagement der Einzelhändler. „Ich bin sehr stolz. Jeder Ladenbesitzer hat sich was spezielles einfallen lassen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt war vorbildlich.“
Bei Hertie freut man sich ebenfalls über den Publikumsandrang. „Die Leute sind gut drauf und in Feierlaune. Das ist natürlich gut für das Geschäft“, frohlockt Filialleiter Rainer Schulz. Besonders positiv sei, dass man sich den Gästen aus den Nachbarstädten präsentieren könne. „Eine bessere Werbung gibt es nicht.“
Inzwischen ist es dunkel geworden – aber die Menschen sind nach wie vor in Feierlaune. An den Bierpavillons und Cocktailständen herrscht reger Betrieb. Einige tanzen ausgelassen auf dem Marktplatz, während sie auf das Feuerwerk warten. Andere schlendern durch die Geschäfte und suchen nach einem Schnäppchen. Ein Hauch von Urlaub mitten in der Innenstadt.
„So was sollte es öfter geben“
„Die Stimmung ist ausgezeichnet“, meint David Breddin aus Monheim während er an seinem Caipirinha nippt. Besonders gut hätten ihm die Shows auf den verschiedenen Bühnen gefallen. „Tanz, Musik und gute Laune, egal wo man hinschaut. Das Angebot ist sehr vielseitig. Solche Aktionen sollte es öfter geben.“ Dann ist es soweit: Kurz vor 23 Uhr startet das Feuerwerk. Bunte Lichteffekte und lautes Getöse erfüllen den Abendhimmel. „Ein schöner Abschluss für einen gelungenen Abend“, freut sich der Monheimer. Er ist bereits gespannt auf das nächste Jahr. „Mal sehen, unter welchem Motto dann gefeiert wird.“
Interview/Kommentar
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