Monheim: Kirchner baut Pflegeheim
VON DIETER CLARIUS - zuletzt aktualisiert: 16.09.2006Düsseldorf (RPO). Seit Donnerstagabend steht es fest: Die Hermann Kirchner Projektgesellschaft mbH wird das neue Altenheim an der Opladener Straße bauen und das Gebäude als Betreiber der Bergischen Diakonie Aprath überlassen. In der Sitzung des Hauptausschusses (Hafi) wurde in nichtöffentlicher Sitzung darüber abgestimmt. Wie aus Kreisen der Ausschussmitglieder zu hören ist, hat diesmal auch die CDU, die in der letzten Planungsausschusssitzung für einen Bau des K-plus-Verbundes an der Alten Schulstraße votierte, der Verwaltungsvorlage zugestimmt. Ausschlaggebend für Kirchner waren offenbar monetäre Gründe. Damit ist auch die Kaiserswerther Diakonie aus dem Rennen. Bürgermeister Dr. Thomas Dünchheim auf Anfrage: „Ich bin zum Schweigen verpflichtet.“
Tatsache ist: Der Ausschuss hat der Verwaltung den Auftrag erteilt, mit der Kirchner-Gruppe und der Bergischen Diakonie ein städtebauliches Konzept zu erarbeiten und entsprechende Verträge vorzulegen. Außerdem muss die Bergische Diakonie ihre Pläne vorlegen, wie das Betreiberkonzept aussehen soll. Dr. Marion Henschel-Betz von Kirchner bestätigte auf Anfrage den Beschluss im Monheimer Rathaus. „Sie wissen aus den PPP-Aufträgen in Monheim, dass wir schnell arbeiten. Wir haben vor, bereits Anfang 2007 mit dem Bau am Berliner Platz zu beginnen.“
Entworfen wird das Heim von dem Aachener Architekturbüro HKS unter seinem Geschäftsführer Jochen König. König: „Natürlich habe ich bereits vom Ausschussergebnis gehört. Die Ansichtsskizzen, die ich in Monheim vorgestellt habe, waren nur der Anfang unserer Planung. Wir werden uns mit der Diakonie Aprath zusammensetzten und die Details erarbeiten.“ Bereits in einer früheren (öffentlichen) Sitzung hat Kirchner-Geschäftsführer Dr. Jürgen Siegel versichert: „Das Gebäude möchten wir der Bergischen Diakonie Aprath als Betreiber übergeben!“ Ulrike Nehrke, Heimleiterin des Aprather Diakonie-Altenheims an der Kirchstraße informierte gestern Mittag Mitarbeiter der Einrichtung über die gefallene Entscheidung. Nehrke: „Damit geht für uns ein wichtiger Wunsch in Erfüllung. Wir werden expandieren und künftig mehr Platz für alle Menschen zur Verfügung stellen.“ Vorgesehen ist nach bisheriger Planung, die Demenzkranken an der Kirchstraße zu belassen.
Keineswegs aufgeben will der K-plus-Verbund sein Vorhaben an der alten Schulstraße. Geschäftsführerin Ute Knoop: „Wir sind entschlossen, das Konzept an der Alten Schulstraße nicht aufzugeben und dort ein Heim mit 95 Plätzen zu bauen.“
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