Langenfeld Monheim: KKV: CDU muss sich auf ihre Werte besinnen
zuletzt aktualisiert: 06.11.2006Düsseldorf (RPO). „Mit Bedauern nimmt der KKV zur Kenntnis, dass sich die Koalition in NRW offenbar bei der Regelung der Ladenöffnungszeiten für eine harte Linie entschieden hat.“ Mit diesen Worten kritisiert Bernd-M. Wehner, Vorsitzender des Diözesanverbandes Köln sowie der Monheimer Ortsgemeinschaft des Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV), die Absicht, dass die Läden in NRW an allen Werktagen rund um die Uhr geöffnet sein dürfen.
Wer die Geschäfte auch an Samstagen bis 24 Uhr offen halten wolle, trage gewollt oder ungewollt zur weiteren Aushöhlung des Sonntags bei. „Wie sollen die Beschäftigten im Handel den Sonntag als einen Tag erleben, der Beziehungen ermöglicht, wenn sie am Samstag bis Mitternacht arbeiten müssen?“ so Wehner weiter. Offenbar werde der Artikel 25 Abs. 1 der Landesverfassung immer weniger ernst genommen. Schließlich heiße es hier unmissverständlich: „Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage werden als Tage der Gottesverehrung, der seelischen Erhebung, der körperlichen Erholung und der Arbeitsruhe anerkannt und gesetzlich geschützt.“
Mit Nachdruck appelliert der katholische Sozialverband deshalb an Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sowie an die Landtagsabgeordneten den Ladenschluss an Samstagen auf 18 Uhr zu begrenzen. Der Schutz des Sonntags müsse bereits am Vorabend beginnen, wenn man die Sonntagsruhe wirklich ernst nehme. Im Übrigen sei es schon erstaunlich, dass die Koalition nach der Anhörung der einzelnen gesellschaftlichen Gruppierungen zu dem Schluss komme, dass die Mehrheit für die Formel „sechsmal 24 Stunden“ sei. Wer die Stellungnahmen unvoreingenommen lese, könne klar erkennen, dass hier die kritischen Stimmen überwogen.
Papst Benedikt XVI. treffe den Nagel auf den Kopf, wenn er sage: „Es ist eine zivilisatorische Wahl, dass der Sonntag nicht schleichend zu einem Tag wird wie andere auch. Erst der Mensch, dann die Arbeit; erst die Arbeit, dann das Kapital; erst die universale Bestimmung der Güter, dann das Privateigentum – kurz gesagt: erst das Sein, dann das Haben.“ Gerade die Christdemokraten sollten sich auf diese Wertvorstellungen wieder mehr besinnen und sich für deren Umsetzung einsetzen, appelliert Wehner deshalb an die CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag.
Info Weitere Informationen über den KKV findet man im Internet unter www.kkv-bund.de oder unter www.kkv-dv-koeln.de.
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