Langenfeld: Kommentar: Platzsparend
zuletzt aktualisiert: 09.02.2012Langenfeld (RP). Im Laufe der an Fahrt gewinnenden Digitalen Revolution hat sich zuletzt eine Billiger-Jakob-Mentalität breitgemacht.
Etliche Nutzer glauben: Nur, weil sie sich "für ömme" durch unzählige Internetseiten zu klicken pflegen, sei auch das Zurverfügungstellen von Informationen "kostenlos". Die Modernisierung der Stadtbibliothek zeigt, wie irrig diese Annahme ist. "Die Verlage nehmen fürs E-Book in der Regel fast genauso viel wie für das gedruckte Buch", klärte jetzt Büchereichefin Martina Seuser auf.
Sie verhehlte aber auch einen Vorteil der digitalen Variante nicht: "E-Books verschleißen nicht." Und sie benötigen viel weniger Platz. Für die Bibliothek steckt darin eine Chance: Sie hat zwar eine Renovierung hinter sich (2007/09), aber für eine Erweiterung fehlt der Raum. Ein Hauptgrund, warum Langenfeld beim bundesweiten Bücherei-Ranking BIX in der Konkurrenz "50 000 bis 100 000 Einwohner" auf den 24. Platz (von 39) abgerutscht ist. "Andere vergrößern, wir nicht" (Seuser). Das Schritthalten mit der Digitalen Revolution könnte Langenfeld wieder nach oben bringen. Das Geld dafür hat die Stadt. gut
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