Langenfeld: Kreis unterstützt Pipeline-Privatkläger
zuletzt aktualisiert: 04.05.2009Düsseldorf (RPO). Zwar glauben 68 Prozent der RP-Leser nicht (mehr) daran, dass der Bau der Kohlenmonoxid-Leitung durch die Region noch verhindert werden kann, doch hielt das rund 300 Anwohner aus den betroffenen Städten nicht davon ab, am 1. Mai auf einer Anhöhe in Erkrath ein Protestfeuer gegen die CO-Pipeline zu entzünden, das auch von den Bayer-Chefs in Leverkusen gut zu sehen gewesen sein dürfte.
Während des Protestzuges wurde das Erkrather Stadtrats-Mitglied Bernhard Osterwind nicht müde, mittels Megaphon den Sprechgesang anzuheizen: "Weg, weg, weg mit der Pipeline". Sirenengeheul und Martinshornklänge empfingen die Teilnehmer auf der Anhöhe.
Man wolle zeigen, auf was sich die Bürger bei einem Großschaden an der Leitung einstellen müssten, erklärte Wolfgang Cüppers, Sprecher der Erkrather Initiative gegen die CO-Leitung. Landrat Thomas Hendele kritisierte vor allem die mangelhafte Bauausführung ("Das ist mehr oder weniger Murks, was dort gemacht wurde") und kündigte an, dass der Kreis Privatkläger falls nötig auch in der nächsten Instanz unterstützen werde.
Am 12. Mai erwartet Bayer vom Düsseldorfer Verwaltungsgericht eine Eil-Entscheidung. Parallel dazu beginnt in der Messe (Halle 8 b) um 10 Uhr die Bayer-Hauptversammlung. Auch hier ist mit Demonstranten zu rechnen.
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