Monheim: Mit Kürbissen in die Winterpause
VON SARAH TESSAREK - zuletzt aktualisiert: 27.10.2007Düsseldorf (RPO). Auch bei winterlichen Temperaturen sind Kinder gerne im Freien aktiv. Dick eingepackt in Winterjacken und Schals tummeln sie sich auf der Wiese neben dem LEG-Mieterzentrum im Berliner Viertel. Kein Wunder, bei dem Angebot: Ein Kickertisch, ein Basketballkorb und viele andere Spielgeräte können selbst die empfindlichste „Frostbeule“ dazu bewegen, die heimische Couch zu verlassen.
Und holt man sich beim Holzscheiben-Billard mal kalte Finger, kann man sie mit heißen, über dem Feuer erwärmten Gratis-Zitronentee gleich wieder aufwärmen. Kickern, kichern und Kürbis-Schnitzen – dass diese Kombination für viele Kinder unwiderstehlich ist, zeigte das große Winterfest, mit dem sich das „Aktionsmobil“ der LEG gestern Nachmittag in die Winterpause verabschiedete.
Seit 2002 fährt der Bus vom Frühjahr bis zum Herbst verschiedene Monheimer Spielplätze und Wiesen in LEG-Wohngebieten an, um dem Nachwuchs ein vielseitiges Spielprogramm abseits von Playstation und Fernseher anzubieten. „Das Aktionsmobil gehört inzwischen zum Stadtbild dazu“, meint Mustafa Akgül, der das Haus der Jugend leitet. „Kinder und Eltern nehmen es sehr gut an. Dazu leistet auch unser multikulturelles Team einen wichtigen Beitrag.“
Die Vielseitigkeit des Angebots auf dem Fest ist für den anwesenden Nachwuchs der wichtigste Anreiz. So erklärt Mohammed (11), nachdem er gerade einen Freund beim Billard knapp geschlagen hat: „Ich bin eigentlich oft beim Aktionsmobil. Mal kann man Fußballspielen, mal ein Paar Körbe werfen. Und genug Freunde sind auch immer da. Ich freue mich, dass es hier so etwas gibt.“
Mitarbeiter kennen das Viertel gut
Beaufsichtigt werden die Kinder dabei von Mitarbeitern des neunköpfigen Aktionsmobil-Teams. Mustafa Akgül: „Ich lege Wert darauf, dass alle Mitarbeiter Monheimer sind. Die kennen die Gegend und die Leute hier einfach gut. So fällt ihnen auch die Beziehungsarbeit mit den Kindern viel leichter.“
Der Höhepunkt des Winterfests: Kürbis-Schnitzen. Kurz vor Halloween können kleine Gruselfans hier für einen Kostenbeitrag von einem Euro ihre eigenen Kürbislaternen bauen. Eine „matschige Angelegenheit“, die sowohl den Betreuern als auch den jungen Bastlern viel Spaß macht.
Konzentriert und mit Händen voller Fruchtfleisch höhlt die zehnjährige Sarah ihr Großgemüse aus. „Das ist echt viel Arbeit. Aber Hauptsache, ich hab danach einen eigenen Grusel-Kürbis. Das ist das beste an Halloween. Auf die Streiche kann ich verzichten. Meine Nachbarin will unsere Schuhe mit Schlagsahne vollsprühen, aber das kann sie vergessen – ich werde Wache halten . . .“
Das große Fest zur Winterpause findet dieses Jahr bereits zum vierten Mal statt. Laut Mustafa Akgül kommen regelmäßig „hunderte Kinder“ zum Spielen und Kürbis-Schnitzen auf der Wiese vorbei. Am ersten Freitag im April endet die Winterpause des Aktionsmobils. Ab dann können sich Kinder wieder auf das regelmäßige Freizeitprogramm freuen.
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