Langenfeld: Multimedia zum Mammutzahn
zuletzt aktualisiert: 21.02.2008Düsseldorf (RPO). Manchmal gehören Kleinmuseen selber ins Museum: verstaubte Exponate, Vitrinen, vor denen man in (ächz!) Bückhaltung verharren muss, um Genaueres zu erkennen, vergilbte Beschriftungstafeln, abgewetzte Druckknöpfe mit „Defekt“-Hinweisen – dass sich in solche Häuser kaum jemand verirrt, mag höchstens die Betreiber wundern, die mit ihrer Schau alt geworden sind. Nichts von alledem in der Dauerausstellung im Freiherr-vom-Stein-Haus: die Vitrinen schlicht-elegant, die gerahmten Abbildungen sauber passepartouiert, die Stücke anschaulich präsentiert. Und doch haben viele Langenfelder noch gar nicht zur Kenntnis genommen, welcher Schatz da für sie zugänglich ist, gratis und an sechs Tagen in der Woche. Oder wussten Sie, dass im Kulturellen Forum das veritable Stück eines echten Mammut-Stoßzahns ausgestellt ist, gefunden im Kies an der Hitdorfer Straße? Derlei Raritäten locken selbst Vierjährige ins Museum – wenn ihnen dazu noch der eine oder andere Trickfilm zu Dino- und anderen Uralt-Zeiten geboten wird. Mulitmedia-Terminals fürs Museum sind deshalb hohe Investitionen wert – sie könnten der stadtgeschichtlichen Schau nicht nur zu erheblich mehr Informationstiefe, sondern auch zu Popularität verhelfen. gut
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