Monheim: Neustart in der Chirurgie
zuletzt aktualisiert: 11.02.2012Monheim (RP). Die Chirurgie am Monheimer St. Josef Krankenhaus, deren Fortbestand lange Zeit zweifelhaft erschien, hat wieder eine Zukunft. In Dr. Markus Meibert gibt es einen neuen Chefarzt, der binnen weniger Wochen ein hochqualifiziertes Team um sich geschart hat. Neben fünf Assistenzärzten stehen dem 51-Jährigen, der seit knapp zehn Jahren die Chirurgie an der Solinger Lukas-Klinik leitet und diese Position auch weiterhin als Chefarzt bekleiden wird, zwei erfahrene Oberärzte zur Seite. Dr. Michael Kierspe ist auf Orthopädie und Unfallchirurgie spezialisiert, Abbas Fallahi auf Bauchchirurgie. Meibert will sowohl in Solingen als auch in Monheim präsent sein.
Bessere Versorgung von Älteren
Gregor Hellmons, Geschäftsführer im Kplus-Verbund mit sechs Kliniken, zu denen auch das Monheimer Krankenhaus gehört, wies unterdessen auf den neuen Schwerpunkt hin, der im St. Josef im Zusammenspiel von Chirurgie und Innerer Medizin gesetzt wird: "Im Hinblick auf die auch in Monheim immer älter werdende Bevölkerung werden wir innerhalb der bestehenden Abteilungsstruktur einen besonderen Fokus auf die Altersmedizin legen", berichtet er. Künftig könne eine umfassende Versorgung älterer Patienten gewährleistet werden.
Synergieeffekte nutzen
Chef der "Inneren" und Ärztlicher Direktor in Monheim ist Dr. Ralph Schumacher, der den neuen Chefarzt Meibert bereits aus der gemeinsamen Behandlung von Patienten beispielsweise in der Tumortherapie kennt. Beide Abteilungen sollen eigenständig bleiben. Vorgesehen ist aber, dass Synergieeffekte genutzt werden, etwa einheitliche Standards in der Patientenversorgung und gemeinsame Tumorkonferenzen.
"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und unser Konzept vorgelegt", betont Geschäftsführer Hellmons in Anspielung darauf, dass die Zusage zur Einrichtung einer geriatrischen Fachabteilung durch die Landesregierung immer noch aussteht.
Im Monheimer St. Josef Krankenhaus mit 107 Betten werden bisher jährlich rund 3500 Patienten stationär und rund 5000 Patienten ambulant behandelt.
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