Kreis Mettmann: Pipeline: CO-Produktion vor Ort endlich prüfen
zuletzt aktualisiert: 16.06.2009Düsseldorf (RPO). Der Kreis Mettmann ist nach eigener Einschätzung nicht industriefeindlich. Landrat Thomas Hendele wies gestern den unter anderem im Landtag aufgekeimten Vorwurf im Zusammenhang mit der in der Region umstrittenen CO-Pipeline des Bayer-Konzerns zurück. "Wir lassen uns nicht den Schwarzen Peter zuschieben", sagte der Landrat. Rechtsdezernent Nils Hanheide erläuterte den Politikern im Kreisausschuss die Bedeutung des jüngsten Gerichtsbeschlusses. Für Ärger sorgte bei den Kommunalpolitikern auch, dass nun Kommunen und Bürgern die Schuld für mögliche Entlassungen in Uerdingen zugeschoben werde. Der Sprecher der Wählervereinigungen, Ulrich Kanschat, verwies wie der Landrat darauf, dass Bayer bereits 2007 angekündigt habe, bis 2009 in Uerdingen 500 Stellen zu streichen. Der Landrat kündigte an, das Thema nochmals in den Kreistag einzubringen.
Unterdessen betonten Politiker und Pipeline-Skeptiker, dass statt der angedrohten Verlagerung von Teilen der Uerdinger Kunststoff-Produktion nach Antwerpen sehr wohl auch eine CO-Produktionsstätte in Uerdingen vor Ort in Frage komme. Auf diese Weise sei beispielsweise eine Vor-Ort-Versorgung mit CO bei Linde in Leuna sichergestellt worden. Frage des Tages
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