kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Reusrath: „Reusrather Platz“ ist Favorit

VON DORIAN AUDERSCH UND STEPHAN MEISEL - zuletzt aktualisiert: 05.12.2007

Düsseldorf (RPO). Bei der Podiumsdiskussion der Rheinischen Post zur Umgestaltung der öden Fläche neben der Kirche St. Barbara wurden viele Ideen vorgetragen und besprochen. Auch über die Namensgebung wurde abgestimmt.

Gut ins Gespräch kamen Publikum und Podiumsteilnehmer bei der RP-Aktion „Moment mal“.   Foto: RPO
Gut ins Gespräch kamen Publikum und Podiumsteilnehmer bei der RP-Aktion „Moment mal“. Foto: RPO

Der unansehnliche Platz neben der Kirche St. Barbara wird neu gestaltet, das ist beschlossene Sache. Im Herbst nächsten Jahres sollen die Bagger anrollen und den öden Asphaltplatz in einen attraktiven Ort zum Verweilen verwandeln. Allerdings sind noch etliche Details zu klären. Einen Beitrag leistete am Montagabend im evangelischen Gemeindezentrum die Rheinische Post mit ihrem Diskussionsabend „Reusraths neue Mitte – ein Platz zum Leben?“ Unter Moderation der RP-Redakteure Stephan Meisel und Thomas Gutmann zeigten viele meinungsfreudige Wortbeiträge im evangelischen Gemeindezentrum: Der neue Platz ist für Reusrather eine Herzensangelegenheit. Und mehrheitlich stimmten sie am Ende des Abends für den Namen „Reusrather Platz“.

Info

Kosten und Zeitplan

Etwa 500 000 Euro stehen für die Neugestaltung des Platzes bereit. Insgesamt wird mit einer Bauzeit von knapp vier Monaten geplant. Die endgültige Entscheidung über das neue Aussehen des Geländes wird Ende Februar 2008 im Stadtrat gefällt.

Zunächst stellte der städtische Planer den ganz aktuell überarbeiteten Entwurf des Düsseldorfer Ingenieurbüros Siegfried Czock vor: Dazu gehören unter anderem ein neuer Bodenbelag, moderne Lichtmasten, Toilettenanlage, versenkbare Glascontainer sowie ringsum ein Saum aus nachts von unten her angestrahlten Lindenreihen. Der ursprünglich in der Platzmitte von Czock vorgesehene pyramidenförmige Unterstand für die Stadtteiljugend ist im überarbeiteten Entwurf einem Baumkarree gewichen.

Gegenentwurf zu offiziellem Plan

Die beiden Langenfelder Architekten Hubert Meuser und Manfred Becker erläuterten dem Publikum ihren in der RP vom Samstag vorgestellten Gegenentwurf. Sie schlagen eine dreieckige Wasserfläche und einem Pflasterbelag in verschiedenen Brauntönen, der sich an die Schattierungen der Pfarrkirche St. Barbara anpassen soll. Zudem hätten Becker und Meuser die Lindenreihen rund um den Platz gerne dichter gesetzt als bei dem städtischen Entwurf vorgesehen.

Auch Politiker schalteten sich ein; wie CDU-Ratsherr Dieter Braschoss, der auf die Initiativen der Ortspartei und den eigenen Ratsantrag hinwies. Foto: RPO

Der evangelische Pfarrer Christof Bleckmann will vor allem, dass der neue Platz den Bedürfnissen der Menschen angepasst wird. Besonders machte er sich für die Jugend stark, die sich dort auch mit Rollen unter den Füßen bewegen können sollten. „Das soll nicht nur ein Schützenplatz werden“, mahnte Bleckmann. Damit spielte er auf die Vorgabe an die Planer an, dass Bierzelt und Fahrgeschäfte während des Schützenfests nicht beeinträchtigt werden dürften. „Schließlich ist die Stadt der Bauherr und nicht die Schützenbruderschaft.“

Sein Nebenmann auf dem Podium, Brudermeister Alois Theisen, vertrat die eigenen Ansprüche. „Jeder, der diesen Ort für öffentliche Feierlichkeiten nutzt, zahlt eine entsprechende Gebühr. Also sollte man den Platz auch für Schützen und Karnevalisten nutzbar gestalten.“ Stein des Anstoßes ist dabei die Platzmitte, die nach dem Willen der Schützen frei bleiben soll, um genug Platz für die Festzelte zu gewährleisten. „Was ist den mit einer mobilen Lösung?“, fragt ein Zuhörer. „Man könnte doch unterm Jahr große Pflanzobjekte hinstellen und während der Veranstaltungen vorübergehend zur Seite schaffen. Es gibt auch Objekte, die dort hingestellt werden können, die man für Veranstaltungen abbauen kann.“ Eine Idee, die im Publikum weitere Befürworter fand.

Planer Franz-Josef Frank stellte den aktuellen Entwurf (Skizzen) vor. Foto: RPO

Genügend Spielplätze in der Nähe

Auf weniger Gegenliebe stieß der Vorschlag, einen Spielplatz auf dem Gelände zu etablieren. „Davon gibt es in der näheren Umgebung genug“, befand Alois Theisen. Zudem sei die stark befahrene Trompeter Straße zu nah.

Befürchtungen und Unmut wurden im Publikum laut, als nach weiteren Möglichkeiten gesucht wurde, den Platz zu beleben. Etwa durch - ebenfalls abbaubar - ein Eiscafé mit Tischen und Sonnenschirmen oder eine Bocciabahn. „Die Verdreckung nimmt doch immer zu, wenn viele Menschen an einem Ort sind“, meinte ein Anwohner und klagte über Vandalismus im Umfeld der Feste. Dies sei auch der Grund, warum der gusseiserne Zaun an der katholischen Kirche St. Barbara nicht geöffnet werden dürfe.

Keine Mehrheit fand dieser Zuhörer für seinen Vorschlag, dem Platz einen Namen in Mundart zu geben – nämlich „Em Dorp“. Foto: RPO

Kontrolle durch Ausleuchtung

Stadtplaner Frank wies auf die neue Ausleuchtung des Platzes auch auf der Kirchenseite hin, die eine Art sozialer Kontrolle darstelle. „Wenn erst mal der Schutz der Dunkelheit weg ist, wird es auch weniger Vandalismus geben.“

Über die Namensgebung für die heute unbenannte Fläche stimmte das Publikum per Handzeichen ab. Zehn von den Zuhörern gemachte Vorschläge standen auf der Liste und es kam der lokalpatriotische Wunsch zum Ausdruck, im neuen Namen den Stadtteil und keine verdiente Persönlichkeit zu würdigen: „Reusrather Platz“ bekam die klare Mehrheit vor „Reusrather Marktplatz“ und „Reusrather Dorfplatz“.

Stadtplaner Frank versicherte am Ende des Abends, dass die geäußerten Ideen und Kritikpunkte in die neuen Entwürfe einfließen werden. Schon sehr bald hätten die Stadtpolitiker über die Gestaltung abschließend zu entscheiden. „Dann können wir wie geplant Ende 2008 mit den Bauarbeiten anfangen.“

Fotos
So sieht er heute aus. Foto: RPO
Auf dem Podium standen (v.r.) Christof Bleckmann, Alois Theisen, die RP-Redakteure Thomas Gutmann und Stephan Meisel sowie Franz-Josef Frank. Foto: RPO
Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Stadt duldete Bayer-Spiele nur

Leverkusen

Stadt duldete Bayer-Spiele nur

Bayer 04 durfte die Saison in der BayArena nur beenden, weil man vor Monaten im Hinblick auf das umstrittene Dach auf Anordnung der Stadt zu ... mehr 

Grüne in Angst um Eltenberg

Emmerich

Grüne in Angst um Eltenberg

Die Grünen sehen die neuen Betuwe-Pläne für Elten, speziell die Verlegung der B 8 an den Eltenberg, mit Sorge. Sie fürchten einen "bedeutend ... mehr 

Nachrichten aus Düsseldorf
Aus der Region

Opern-Ehe zwischen Düsseldorf und Duisburg

Demonstration für die Opern-Ehe

Fortuna Düsseldorf

"Ab jetzt ist Freude befohlen"

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Aus der Nachbarschaft

Tippspiel

Wir suchen den EM-Experten

Deutschland Niederlande Jubel Özil Klose Müller 2011 dpa

Wer übersteht die Vorrunde? Wer schafft es bis ins Finale? Das EM-Tippspiel von RP Online gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihr fußballerisches Know-How unter Beweis zu stellen. Die besten Tipper erwarten tolle Preise. Jetzt anmelden und mitmachen! mehr 

Meistgelesen

Notfall-Szenarien für Griechenland

Wird die neue Drachme schon gedruckt?

Während die Politik öffentlich noch über den Verbleib Griechenlands im Euro streitet, wird eine Neuauflage der alten griechischen Nationalwährung offenbar schon gedruckt. Von Thomas Reisener  mehr

 

Fortuna Düsseldorf

"Ab jetzt ist Freude befohlen"

 

Stürmer für Borussia Mönchengladbach

De Jong hat noch keinen Favoriten

 

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

 
Meistkommentiert

Neuer Gesetzesvorschlag

Kassen sollen für Patienten Klinik auswählen

Die Krankenkassen sollen bei der Auswahl der Kliniken für ihre Versicherten künftig mehr Einfluss erhalten. Dies geht aus einem Gesetzesvorschlag des Gesundheitsministeriums hervor, der unserer Redaktion vorliegt. von Eva Quadbeck  mehr

 
 

Klage gegen Bundesregierung

EU will Deutschland zum Wassersparen zwingen

 

Nach Undercover-Recherche

GLS weist Wallraff-Vorwürfe zurück

 
mehr nachrichten aus langenfeld / Monheim
Kampf gegen resistente Keime: Lisa Neulaus (rechts) macht unter Aufsicht von Chefarzt Ralph Schumacher bei Pia Rix einen Abstrich.

Kreis Mettmann

Hygiene hilft gegen Infektionen

Der Kreis Mettmann hat eine Arbeitsgruppe zum Thema MRSA eingerichtet. Vertreter des Monheimer St. Josef Krankenhauses und des St. Martinus Krankenhauses in Richrath machen mit. Ein Zwischenbericht liegt vor. VON Petra Czyperek  mehr

 
 
 
 
 

Langenfeld

Aufgabe für alle

 

Kreis Mettmann

Netzwerk des Kreises

Familienanzeigen
Regio-Extra