Langenfeld: Rundumschlag zum Wohnen
VON DORIAN AUDERSCH - zuletzt aktualisiert: 13.02.2012Langenfeld (RP). Heimische Handwerker und Dienstleister informierten in der Langenfelder Stadthalle darüber, wie die eigenen vier Wände schöner, behaglicher und sicherer gemacht werden können und wie sich Energie sparen lässt.
In den letzten Wochen hat sich der Winter von seiner frostigen Seite gezeigt. Die andauernden Minusgrade lassen die Heizkosten schnell in die Höhe schnellen. Die Kälte zeigt vielen Hausbesitzern, wie wichtig gute Wärmedämmung, moderne Heizanlagen und energieeffizientes Wohnen sein können. Das macht sich vor allem im Portemonnaie bemerkbar. Die 11. Messe "Langenfelder Bau- und Wohnträume" bündelte am Wochenende viele interessante Aspekte rund um das Eigenheim in der Stadthalle. Tausende Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich zu informieren.
Gelegenheit genutzt
Regionale Handwerker und Dienstleister nutzten die Gelegenheit, ihre Angebote an den Kunden zu bringen. Effiziente Energienutzung stand dabei im Mittelpunkt. So auch am Stand von Willi Olmes von der Arnsberger Firma Thermorid. Vor ihm stehen große Säcke mit verschiedenen Materialien zur Wärmedämmung. "Unser Angebot richtet sich vor allem an Besitzer von älteren Bestandsimmobilien", erklärt der Energieberater. "Die von uns verwendeten Dämmstoffe eigenen sich besonders gut, um Hohlräume zwischen dem Mauerwerk zu füllen. Damit lassen sich bis zu 30 Prozent der Heizkosten einsparen."
Viele Besucher
Claudia van Zütphen, Geschäftsführerin des Veranstalters Pro Forum freut sich über die hohe Resonanz bei der elften Auflage der Regionalmesse. "An beiden Tagen war es rappelvoll", meint die Bergheimerin. "Von den Ausstellern habe ich die Rückmeldung bekommen, dass die Qualität der Kundenkontakte sehr gut war. Das Konzept ,aus der Region für die Region´ funktioniert. Die Besucher kommen gut vorbereitet und zielgerichtet hier her. Ich bin sehr zufrieden."
Kraftwärmekopplung
Um verantwortungsvolle Wärme geht es auch bei den Langenfelder Stadtwerken. An deren Stand können Messebesucher den Prototyp einer modernen Brennstoffzelle bestaunen. Unter dem Sammelbegriff "Kraftwärmekopplung" zeigt der Betrieb drei verschiedene Modelle, wie gleichzeitig geheizt und dabei Strom erzeugt werden kann. "Das ist im Grunde ein Blick in die Zukunft", sagt Reinhard Weiß von den Stadtwerken. "In einigen Jahren werden viele Häuser ihr eigenes Kraftwerk im Keller haben. Derzeit machen wir einen Feldtest mit dem Prototypen in Reusrath."
Was die doppelt sinnvolle Brennstoffzelle des Typs "Gamma 1" eines Hamburger Herstellers kosten wird, wenn sie in die Serienproduktion geht, kann der Fachmann noch nicht genau einschätzen. "Es ist klar, dass die Preise bei der Einführung marktgerecht sein werden. Diese Technik ist sehr effizient. Die Verbindung von Wärme- und Stromerzeugung kann einen Beitrag zur Energiewende leisten." Bis es soweit ist, werde noch etwas Zeit vergehen. Weiß schätzt den Start der Serienproduktion auf 2014.
Schwachstellen sichtbar machen
Auch die Verbraucherzentrale beschäftigt sich auf der Messe hauptsächlich mit Fragen rund ums Heizen. Florian Bublies stellt Energiegutachten für Gebäude vor. "Eine Thermographie bietet wertvolle Informationen für die energetische Sanierung des Hauses", meint der Diplom-Ingenieur. "Auf diese Weise werden Schwachstellen, die zu einem Verlust der Heizenergie führen, sichtbar." Dafür sei allerdings eine "fachkundige Interpretation" der Wärmebilder nötig.
Ansonsten bietet die Messe beinahe alles, was das Herz eines Häuslebauers begehrt – vom Fußboden bis zur Dachschindel. Solar- und Photovoltaikanlagen, Garagentore, Terrassen, Alarmanlagen sowie Fenster und Türen, die den aktuellen Trends entsprechen werden ebenso vorgestellt, wie Planung und Finanzierung des Eigenheims. Fachvorträge runden an beiden Tagen das Angebot ab.
"Hier wird ein echter Rundumschlag zum Thema Eigenheim geboten", meint Monika Berndt aus Hilden. Gerade in Sachen Technik sollte man immer auf dem neuesten Stand bleiben. Ich habe viele interessante Anregungen erhalten."
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