Langenfeld: Schwadlappen statt Kallbacken
zuletzt aktualisiert: 08.09.2007Düsseldorf (RPO). Drei putzige Gesellen, die der Langenfelder Künstlers Franz Leinfelder geschaffen hat, sollen schon zur Eröffnung des Toom-Baumarkts Ende nächster Woche den davor angelegten Kreisverkehr an der Hardt zieren. Im Hau-Ruck-Verfahren hatte die CDU - wie die RP berichtete - vor zweieinhalb Wochen den Ankauf für 30 000 Euro und für den Beschluss zugleich eine Sondersitzung des Kulturausschusses beantragt. Wie im Falle Mack-Skulptur fühlten sich die anderen Fraktionen überrumpelt und enthielten sich der Stimme.
„Am Eingangstor zur Stadt ist das ein weiterer Baustein für Kunst im öffentlichen Raum“, hatte Christa Kaffsack (CDU) den Antrag begründet. Allerdings sollen die als plaudernde Dreierrunde angeordneten, vier Meter hohen Figuren umbenannt werden. Leinfelders Ausdruck „Die Kallbacken“ passe dialektmäßig nicht. „Hier wird nicht gekallt, sondern schwadroniert. Deshalb sollen sie ,Schwadlappen’ heißen.“ Zugleich lehnte die CDU einen von der SPD gestellten und von der FDP befürworteten Antrag ab, die Verwaltung ein Konzept für Kunst im öffentlichen Raum ausarbeiten zu lassen. Damit wollte die SPD „eine gewisse Beliebigkeit verhindern“.
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