Langenfeld: Sicherheit durch Sichtbarkeit
VON MARTIN MÖNIKES - zuletzt aktualisiert: 02.07.2007Düsseldorf (RPO). Eine der Hauptursachen für Unfälle mit Radfahrern ist deren gefährliche Neigung, im Dunkeln
ohne Licht unterwegs zu sein. Zudem werden Radler oft von ab- oder einbiegenden Autofahrer „übersehen“.Achtmal gab es im vergangenen Monat in Langenfeld und Monheim folgenschwere Begegnungen zwischen Rad- und Autofahrern, in drei Fällen wurden Radler verletzt. Dabei die Klassiker: Radfahrer wird vom abbiegenden Auto oder beim Ausfahren aus einer Einfahrt „übersehen“.
Wenig aussagekräftig
„Der Wert dieser zufälligen Stichprobe ist unterdurchschnittlich“, räumt Kriminalkommissar Heinz Heuser, Leiter der Führungsstelle der Polizeiinspektion Süd ein. Dass so wenig passiert ist – besser gesagt: der Polizei bekannt wurde – liegt vermutlich daran, dass es im Sommer lange hell ist. Eine der Hauptursachen für Unfälle mit Radlern ist deren gefährliche Neigung, im Dunkeln ohne Licht unterwegs zu sein. Auffällig auch: In drei Fällen entzog sich der beteiligte Radfahrer seiner Verantwortung durch Flucht.
„Besondere Radfahrer-Unfallschwerpunkte gibt es in Langenfeld nicht (mehr)“, darin stimmen Heinz Heuser und der Verkehrsingenieur im Rathaus, Franz-Josef Frank, überein. Für eine Gefahrenstelle an der Ecke Solinger Straße/An der Tente reichte ein Sperrgitter, und der für Radler lange Zeit kritischste Punkt, die Einfahrt zum Discounter auf der Hardt, wird durch den in Bau befindlichen Kreisverkehr dauerhaft entschärft.
Problembereich für die Radfahrer in Monheim war lange Zeit der in zwei Richtungen zu nutzende Radweg an der Einmündung der Geschwister-Scholl-Straße in den Garather Weg. „Eine Sperrfläche im Kurvenbereich, ein Stoppschild, Piktogramme auf der Straße, eine Radspur auf der Straße“, mit diesem Maßnahmenpaket glaubt Hans-Helmut Heinig vom Monheimer Tiefbauamt die Lösung gefunden zu haben, „seit sechs Wochen ist nichts mehr passiert“.
Konflikte auf Bürgersteigen
Unfallgefahren für Radler sind in beiden Städten eher situationsbedingt. Das erlaubte Radfahren auf Bürgersteigen ist in beiden Städten Hauptunfallursache. Die Radfahrer sollen zurück auf die Straße. In Monheim werden künftig in allen 30er-Zonen - wie Krischerstraße oder Wiener-Neustädter-Straße - die Schilder entfernt, die den Radler zum Fahren auf dem Gehweg verpflichteten. Die Gehwege bleiben allerdings als so genannte „andere Radwege“ im Sinne der Straßenverkehrsordnung erhalten. Ältere Menschen wollen, Kinder bis zu acht Jahren müssen auf den Gehweg.
Neben den Autos die Fahrbahn nutzen zu müssen, erzeugt bei einigen Unbehagen; so wie bei der 49-jährigen Gelegenheitsradlerin Andrea Blum: „Selbst in der verkehrsberuhigten 20er-Zone auf der Langenfelder Hauptstraße fühle ich mich unsicher.“
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