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Monheim: Sportstätten: der Entwurf

VON JÖRG JANSSEN - zuletzt aktualisiert: 23.02.2010

Düsseldorf (RPO). 4,5 Millionen Euro soll die Sanierung der Monheimer Sportanlagen kosten. Finanziert über Grundstückserlöse und das Konjunkturpaket II. Gestern präsentierte Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto) sein Konzept.

Verlegung der Bezirkssportanlage Bregenzer Straße, Bündelung von Fußball und Leichtathletik in dieser neuen Arena, umfassende Sanierung der anderen Sportplätze (ohne Kielsgraben): So lauten die – von der RP bereits Ende Januar vorab berichteten – Eckpunkte des von Bürgermeister Daniel Zimmermann gestern öffentlich präsentierten Sportstätten-Konzepts. "Ich habe aus den Vereinen und den das Konzept bislang mittragenden Parteien SPD und Grüne positive Signale erhalten und gehe davon aus, dass das Projekt eine Mehrheit im Rat findet", sagte Zimmermann. Die wichtigsten Punkte des Konzepts, das als erste große Bewährungsprobe des neuen Verwaltungsbosses gilt:

Info

4,5 Millionen Euro

Die Finanzierung halten der Bürgermeister und seine Mit-Planer Uwe Trost (Bereichsleiter) sowie André Zierul (Sportbüro) für "professionell durchkalkuliert und damit durchweg belastbar". Zwischen den Einnahmen (Grundstückserlöse plus Konjunkturpaket) von 4,509 Millionen und den Ausgaben von 4,562 Millionen klafft eine kleine Lücke. Aus Sicht der Planer sind diese 53 000 Euro "ein jederzeit lösbares Problem".

BEZIRKSSPORTANLAGE Die Bezirkssportanlage (BSA) Bregenzer Straße wird 2011 einige hundert Meter nach Südosten (Verlängerung der Wolfhagener Straße) verlegt. Das Land (Ackerfläche) will die Stadt von Privat-Eigentümern für etwa 100 000 Euro erwerben. Das Gelände rund um die bisherige BSA wird – so weit planungsrechtlich möglich – als Bauland vermarktet. Die Erlöse (rund 3,8 Millionen Euro) bilden zuzüglich 709 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II die Summe, mit der das Konzept insgesamt finanziert werden soll. Der sportliche Clou am Neubau: Statt des bisherigen Ascheplatzes wird es einen Kunstrasen-Platz sowie eine 400-Meter-Kunststoff-Laufbahn(statt Asche) geben. "Damit ersetzen wir den Vereinen jenen Kunstasen, der am Kielsgraben ab Mitte 2011 wegen der Auskiesungsarbeiten wegfallen wird", argumentierte Zimmermann. Freilich wird der Kielsgraben als solches nicht 1:1 ersetzt.

Stattdessen sollen sich künftig Leichtathleten (BTSC) und Fußballer (SFB) die neue Baumberger Arena teilen. "Damit sie sich nicht in die Quere kommen, wird ein 2,50 Meter hoher Zaun rund um die Spielfläche errichtet, durch den man ungeachtet seiner Sperrfunktion auch durchsehen kann", erläuterte das Stadtoberhaupt. Darüber hinaus soll in Sichtweite der neuen Anlage eine Abwurf-und Übungsfläche aus Naturrasen für bestimmte Leichathletik-Disziplinen eingerichtet werden. Klassische Wettbewerbe müssen freilich im Jahnstadion veranstaltet werden.

SANIERUNGEN Bereits im laufenden Jahr sollen die Kunststoff-Laufbahn und das Kunststoff-Kleinfeld im Jahnstadion für rund 120 000 Euro saniert werden. 2012 folgt ein neues Umkleide-Gebäude. Es soll für 470 000 Euro neu gebaut werden, weil sich eine Instandsetzung der bisherigen Kabinen nicht mehr lohnt. Ausgetauscht werden auch die Tennenflächen (Spielfeld und Laufbahn) im Häck-Stadion. Hier bleibt es allerdings bei Asche. Die Kosten sind mit 57 000 Euro moderat. Anders sieht es bei den dortigen Umkleiden aus.

Sie sollen 2011 für 515 000 Euro neu gebaut werden. Auch hier lohnt eine Sanierung bestehender Kabinen nicht mehr. Im Rheinstadion werden im laufenden Jahr das alte Tennenspielfeld reaktiviert und saniert. Auch die Container-Umkleiden werden bereits 2010 instandgesetzt. Kosten: jeweils 20 000 Euro. Auf das zusätzliche halbe Kunstrasen-Feld (Kosten: 475 000 Euro), das dem 1. FC die am Kielsgraben künftig entfallenden Kunstrasen-Kapazitäten ersetzen soll, müssen die FC-Kicker allerdings bis 2014 warten.

Quelle: RP

 
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