Langenfeld/Monheim: Streit um CO-Pipeline
zuletzt aktualisiert: 02.09.2010Düsseldorf (RPO). Die Düsseldorfer Bezirksregierung hat die aktuellen Bauarbeiten (wir berichteten) an der in der Region umstrittenen CO-Pipeline des Bayer-Konzerns vorübergehend gestoppt.
Wie die Behörde gestern mitteilte, muss Bayer Material Science (BMS) als künftiger Betreiber erst einen Katalog mit 25 Fragen abarbeiten, bevor die von dem Konzern als völlig unspektakulär eingestuften Nachbesserungsarbeiten fortgesetzt werden können. Bei diesen Arbeiten geht es nach Angaben des Unternehmens vor allem um Nachbesserungen an der dem Korrosionsschutz dienenden Kunststoff-Ummantelung einiger weniger Rohre. Mindestens drei kurze Abschnitte im südlichen Kreis Mettmann sollen betroffen sein.
Nach Auffassung der Gegner bestätigt die aktuelle Entwicklung eine nunmehr seit drei Jahren zu beobachtende "Unzuverlässigkeit" beim Umgang mit der Leitung. Wieder einmal müsse Bayer Mängel an der Röhre zugeben. Bissig fragt Dieter Donner, Koordinator der Initiativen im Kreis Mettmann: "Arbeiten Bayer und die von Bayer beauftragten Firmen immer so dilettantisch oder nur an der CO-Pipeline, wo künftig extrem giftiges Gas nur wenige Meter an Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und an den Gärten von Bürgern entlang strömen soll?"
Donner stellt auch die immer wieder propagierte Offenheit beim Umgang mit dem Thema in Frage: So soll in Langenfeld ein Sicherheitsingenieur versucht haben, Fotografen der Anti-Pipeline-Initiative zu behindern. Es sei unter anderem mit der Bahnpolizei gedroht worden. Donner: "Offene Information und Kommunikation sieht anders aus."
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