Monheim/Düsseldorf: Umweltschützer warnen vor einem Aufheizen des Rheins
zuletzt aktualisiert: 08.07.2009Düsseldorf (RPO). Ein Fischsterben im Rhein befürchtet der Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland (Bund), wenn die Temperaturen des Rheinwassers weiter steigen. Heute sei das Wasser bis 3,5 Grad wärmer als vor 100 Jahren, dazu trügen vor allem Kraftwerke bei, die ihr Kühlwasser aus dem Rhein beziehen. Das stellt die Umweltschutzorganisation in einem Gutachten fest. Das geplante Kohlekraftwerk in Krefeld und ein weiterer Kohleblock auf der Düsseldorfer Lausward würden diese Tendenz noch verstärken, weil das aufgewärmte Kühlwasser den Rhein weiter aufheizen würden.
"Schon jetzt liegt die Rheintemperatur bei bis zu 28 Grad. Lachse, die im Sommer den Rhein aufwärts wandern, stellen aber bei 25 Grad Wassertemperatur ihre Wanderung ein", erklärt Dirk Janssen, Geschäftsführer des Bund-NRW. Auch andere Fischarten seien bedroht. Die thermische Belastung durch Kraftwerke müsse verringert werden, um das Ökosysteme der Flüsse zu retten.
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