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Monheim: "Uns rennt die Zeit weg"

zuletzt aktualisiert: 28.12.2010

Düsseldorf (RPO). Karl Heinz Göbel, der Vorsitzende des Stadt-Sportverbandes, plädiert für ein neues lückenloses Sportstättenkonzept, das nach einem Ratsbeschluss praktisch sofort umgesetzt werden kann. Persönlich wünscht er sich ein Sportzentrum am Kielsgraben.

In Monheim und Baumberg warten die vielen Sportler auf wichtige Weichenstellungen für ihre Sportstätten. Über die Anlagen der Stadt spricht Karl Heinz Göbel, der Stadt-Sportverbandsvorsitzende, und erklärt daran die positiven und negativen Punkte in der Entwicklung. Auch einen Wunsch äußert Göbel im Gespräch mit RP-Mitarbeiter Holger Beßlich für eine schnellstmögliche und akzeptable Lösung.

Herr Göbel, sind Monheim und Baumberg so schlecht aufgestellt, dass die Sportler im wahrsten Sinne des Wortes im kommenden Jahr bewegungsunfähig sein werden?

Göbel Die Situation ist kritisch und einigen Vereinen läuft bei der Planung die Zeit weg. Den Trainings- und Spielbetrieb nach dem Wegfall des Kielsgrabens im kommenden Sommer aufrecht zu erhalten, muss für alle Priorität haben. Aber dabei geht es nicht nur um Fußball.

Welche Sportstätten verfügen über Pluspunkte?

Göbel Der FC Monheim hat mit der 2006 fast fertiggestellten Anlage zurzeit die besten Voraussetzungen für einen reibungslosen Trainings- und Spielbetrieb. Mit viel Eigenleistung haben die Mitglieder des FCM ein kleines Schmuckkästchen erschaffen. Da fehlt nur noch das Kleinspielfeld. Die Sandstraße hat auch eine gute Basis von Platz und Umkleiden. Aber es kann auch hier nachgebessert werden.

Wo liegen die Nachteile in den städtischen Sportanlagen?

Göbel Es gibt viele Punkte, die es aufzuarbeiten gilt. Wir haben in der Vergangenheit vor allem zu viel Zeit vergeudet, weil es an zu vielen Ecken gehapert hat. Marode Umkleiden oder unbespielbare Plätze sind da die großen Punkte, die man im Häckstadion, an der Bregrenzer Straße oder auch im Jahnstadion findet. Im kommenden Jahr wird im Jahnstadion alles auf Vordermann gebracht. Darüber hinaus reißt der Wegfall des Sportplatzes am Kielsgraben eine große Lücke in den Sportbetrieb.

Wie kann der Stadt-Sportverband die Entscheidungsfindung positiv beeinflussen?

Göbel Wir warten zunächst auf die neuen Zahlen der Verwaltung Ende Januar. Die Zusammenarbeit mit Herrn Zierul und Herrn Trost von der Stadt läuft auf einer hohen Vertrauensbasis. Auf deren Aussagen können wir uns verlassen. Jetzt fischen wir wie alle anderen im Trüben. Im Vorfeld Empfehlungen abzugeben, ist nicht sinnig. Wenn unser Bürgermeister die neuen Zahlen Ende Januar 2011 vorstellt, werden wir im Sinne der Vereine aktiv.

Welchen Rat geben Sie den Verantwortlichen in der Verwaltung?

Göbel Ich plädiere für ein lückenloses Konzept, das nach einem Ratsbeschluss praktisch am kommenden Tag umsetzt werden kann. Zeit zum Nachverhandeln besteht nicht. Vor allem rennt uns mit dem Wegfall der Anlage am Kielsgraben die Zeit weg. Dies betrifft vor allem die Fußballer der SF Baumberg.

Was wünschen Sie sich für das neue Jahr?

Göbel Ich schaue mit dem Stadt-Sportverband mittel- bis langfristig in die Zukunft. Wenn ich mir persönlich etwas wünschen könnte, wäre ich für eine rasche Umsetzung der Idee eines Sportzentrums am Kielsgraben. Die würde auch verschiedene Sportarten zusammenführen. Da ist genug Platz, auch zum Parken, und genügend Abstand zur Wohnbebauung. Aber wir müssen im Wohle aller Vereine eine kurz- und mittelfristige Lösung finden.

Quelle: RP

 
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