Monheim: Unser Senf zum Wochenende Kandidaten-Karussell: Da waren's plötzlich sieben
zuletzt aktualisiert: 07.02.2009Düsseldorf (RPO). Super-GAU für Monheims Christdemokraten: Die in der Stadt fest verwurzelte bisherige Chefin des Ortsvereins Mitte gibt ihr Parteibuch zurück und geht als Parteilose auf dem Ticket der bundesweit im Aufschwung befindlichen Blau-Gelben ins Rennen um den Chefsessel im Monheimer Rathaus. Aus Sicht der nun Verlassenen kann die Analyse nur lauten: Verräterin ohne das von ihr selbst behauptete "Herzblut" für die christliche Demokratie. Karriere-Frau ohne Loyalität und die Fähigkeit, eine Niederlage hinzunehmen.
Doch ganz so einfach liegt der Fall nicht. Viele Parteifreunde und erst recht eine Reihe von Bürgern ohne Parteibuch konnten und können nicht nachvollziehen, warum der engagierten Kommunalpolitikerin in einer Art "Aus-dem-Ärmel"-Präsentation der junge Jurist aus Wülfrath mit Namen Tim Brühland vorgezogen wurde.
"Mädchen, mach es" oder "Wenn sie kandidieren würde, wüsste ich, wo ich mein Kreuz machen müsste" waren in den letzten sechs Wochen – außerhalb klassischer Politik-Zirkel – häufig zu hörende Sätze.
Entschieden ist freilich nichts. Tim Brühland hat genauso eine Chance wie alle anderen aus dem aktuellen Quintett. Freilich gilt, auch wenn es die Christdemokraten nicht gerne hören: Marion Prondzinsky hat faktisch eine Chance, Bürgermeisterin von Monheim zu werden. In Prozenten kann diese Chance allerdings derzeit niemand wiegen. JÖRG JANSSEN
Monheim (jj) Wer dachte, mit dem aktuellen Quintett sei es nun in Sachen Bürgermeister-Kandidatur vollbracht, muss sich offenbar eines Besseren belehren lassen. Nach RP-Informationen werfen voraussichtlich zwei weitere freie Bürgermeisterkandidaten ohne jede Parteibindung ihren Hut in den Ring. Einer davon soll mit Nachnamen Kuhl heißen.
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