Langenfeld: Warten aufs Gotthilf
zuletzt aktualisiert: 11.12.2008Düsseldorf (RPO). 30, 40 Menschen tummeln sich vor der Bühne auf dem Galerieplatz. Wenig für einen Fischer-Chor, doch Nadine Schorn bleibt gelassen: „Früher hätte ich Blut und Wasser geschwitzt, so fünf vor zwölf, doch nach sieben Jahren Gotthilf Fischer vor der Stadtgalerie weiß ich: Das wird noch richtig voll hier“, sagt die Center-Managerin und drückt dem nächsten Sangeslustigen die Texte zum „Weihnachtslieder-Potpourri“ in die Hand.
„. . . freue dich, Christkind kommt bald“, säuselt es aus den Lautsprechern. Hannelore Engel (64) und Elisabeth Schröder (70) tun ebendies und noch mehr: Sie freuen sich auf den Krone-der-Volksmusik-, Hermann-Löns-Medaillen- und Weltfriedenspreis-Träger aus Schwaben und Vorsänger der Nation. „Wir wollen mitsingen, so wie man es früher auch noch zu Hause getan hat, wenn es weihnachtete“, meint die jüngere der beiden Langenfelderinnen begeistert. Dann stößt „dat Änne“ aus Monheim hinzu, Elisabeths ältere Schwester. „Ich will auch mitsingen, soweit es geht“, sagt die Gänseliesel-Städterin, 80 Jahre und schlohweißhaarig wie Gotthilf.
Erwartungsfroh auch Heinz und Karin Maschke aus Thüringen, die zu Besuch bei ihrer Tochter Jana Jonen und Enkel Nino (3) in Reusrath sind: „Wir kennen ihn aus dem Fernsehen, ,Straße der Lieder’ und so – schön, dass wir ihn jetzt mal live erleben können!“
Beinahe pünktlich um fünf erklingt „Horch, was kommt von draußen rein?“ – und Gotthilf Fischer betritt die Bühne. Mit seinen für ihn typischen Hand- und Kopfbewegungen dirigiert er die Menge, die stetig, aber sicher anschwillt.
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