Langenfeld: Was ist dem Staat Familie noch wert ?
zuletzt aktualisiert: 22.02.2007Düsseldorf (RPO). In jeder Sucht steckt eine Sehnsucht – zum Beispiel jene, wenigstens in der „coolen Clique“ anerkannt und wertgeschätzt zu werden. Kinder dagegen, die sich im Elternhaus geliebt und geborgen fühlen, entwickeln ein Selbstbewusstsein, das sie (hoffentlich) davor schützt, Ersatzbefriedigung zu suchen. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit biete die Familie Sicherheit, sozialen Rückhalt und emotionale Unterstützung, verlautet die aktuelle Shell-Jugendstudie. Dass diese „erlebte Liebe“ scheinbar kaum wertgeschätzt wird, bringt Bernd-M. Wehner auf die Palme: „Wenn die Unicef jetzt Alarm schlägt, dass Eltern kaum noch mit ihren Kindern reden, muss man Eltern dabei unterstützen, ihren eigentlichen Aufgaben nachzukommen, statt erst mehr Geld in Kinderkrippen und später in Streetworker zu investieren“, fordert der Monheimer KKV-Vorsitzende. Auch Ehepaar Goltz findet, dass man Müttern Anreize geben sollte, zu Hause zu bleiben: Wenn Dieter in Rente geht, fehlen die Beiträge seiner Frau aus rund 30 Berufsjahren. „Finanziell sind wir auf jeden Fall die Benachteiligten“, grübelt der vierfache Vater. Und seine Frau entgegnet: „Emotional aber nicht . . .“. stm
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