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Reusrath: Wasserspiel als Akzent

VON STEPHAN MEISEL - zuletzt aktualisiert: 01.12.2007

Düsseldorf (RPO). Wie soll der große Platz im Reusrather Zentrum gestaltet werden und welchen Namen soll er bekommen? Vor der RP-Diskussion haben zwei erfahrene Architekten jetzt ein Alternativkonzept zum offiziellen Planentwurf vorgelegt.

Hubert Meuser (l.) und Manfred Becker haben ein Alternativkonzept ausgearbeitet, das am Montag auch diskutiert werden soll.  Foto: RPO
Hubert Meuser (l.) und Manfred Becker haben ein Alternativkonzept ausgearbeitet, das am Montag auch diskutiert werden soll. Foto: RPO

Der große Platz zwischen dem Bienenweg und der Kirche St. Barbara wird von Grund auf umgestaltet – doch in welcher Form? Wenige Tage vor der RP-Diskussion „Moment mal“, bei der der städtische Planer Franz-Josef Frank den überarbeiteten Entwurf erstmals öffentlich vorstellen wird, haben Manfred Becker und Hubert Meuser der RP ein eigenes Konzept vorgelegt. Wie die abgebildete Skizze zeigt, setzen die beiden Langenfelder Architekten und ehemaligen Stadtplaner unter anderem auf einen größeren Wasserbereich sowie einen Pflasterbelag mit unterschiedlichen Brauntönen, die einen Bezug zur Pfarrkirche St. Barbara herstellen.

Weiterer Diskussionsstoff also für die RP-Aktion am Montagabend, bei der es auch um die Namensgebung für den Platz gehen wird. Auf unseren jüngsten Aufruf haben sich RP-Leser für die Namen „Barbaraplatz“, „Kirchplatz“, „In der Reuse“ oder „Hans-Litterscheid-Platz“ stark gemacht (siehe Seite B 8). Sicher wird es übermorgen im evangelischen Gemeindesaal weitere Anregungen geben.

Info

Am 3. Dezember

„Reusraths neue Mitte – ein Platz zum Leben?“ lautet das Thema der RP-Aktion am 3. Dezember ab 19.30 (Einlass: 19) Uhr im evangelischen Gemeindezentrum an der Trompeter Straße 42, bei dem das Publikum rege mitdiskutieren soll. Vor allem über Platzgestaltung und Namensgebung, aber auch über andere Belange des Zusammenlebens in Reusrath.

Moderiert von den RP-Redakteuren Stephan Meisel und Thomas Gutmann sind der städtische Planer Franz-Josef Frank, Schützen-Brudermeister Alois Theisen und der evangelische Pfarrer Christof Bleckmann Podiumsteilnehmer.

Wasserlauf mit Gefälle

Doch zurück zum Vorschlag von Manfred Becker, der früher die Hochbauämter von Remscheid und Essen geleitet hat und sich als sachkundiger Bürger in die Diskussion einschalten möchte. Linden sollen ein- oder doppelreihig den Platz einfassen, erläuterte der 61-Jährige. „Vielleicht wäre Lindenplatz dann ja ein passender Name.“ Als neuen städtebaulichen Akzent neben dem Eingang und der Autozufahrt an der Trompeter Straße sehen Becker und Meuser eine dreieckige Wasserfläche vor. „Dort ist ein natürliches Gefälle. Wasser könnte von einem Brunnen am Bienenweg entlang der Trompeter Straße bis zum Eingangsbereich plätschern.“ Bei Dunkelheit sollte das Wasser durch Leuchten im Becken erstrahlen.

Wegen der besonderen Aufenthaltsqualität empfehlen Becker und Meuser, die am Montagabend auch dabei sein werden, entlang dieses Dreiecks zahlreiche Sitzbänke. Über dem Wasserspiel könnten sich die beiden Planer eine stählerne Stadtloggia mit Strom erzeugenden Photovoltaikelementen vorstellen. Beide plädieren dafür, einen direkten Zugang von dem Platz auf das Gelände der Kirche St. Barbara zu schaffen, die sie bei Dunkelheit zusätzlich angestrahlt sehen möchten.

Anregungen gesammelt

Der Reusrather CDU-Ratsherr Dieter Braschoss, der bei der RP-Diskussion ebenfalls zu Wort kommen wird, freut sich über das große Interesse an der Platzgestaltung. „Wir hatten sie ja beantragt und die Bürger schon vor einem Jahr zu Vorschlägen aufgerufen und danach immer wieder Anregungen an die Stadtverwaltung weitergeleitet.“ Der Tenor gehe dahin, dass ein Platz mit Aufenthaltsqualität geschaffen wird, „ein Platz, wo man auch mal Gelegenheit hat, sich hinzusetzen“. Viele Anregungen sieht Braschoss in dem Entwurf verwirklicht, den das Düsseldorfer Ingenieurbüro Siegfried Czock im Auftrag der Stadt erarbeitet hat. Auch örtliche SPD-Mitglieder um Rudi Quast hatten Ideen entwickelt, etwa einen Spielplatz mit Rutsche, Kletterkegel und Sprossenhängebrücke.

Spielplatz, Bocciabahn, Skateranlage, Eiscafé... – vieles wäre auf dem Platz denkbar, was die Aufenthaltsqualität beträchtlich erhöhen könnte. Und flexible Verankerungen im Boden machen es möglich, dass solche Einbauten etwa vor dem Schützenfest vorübergehend abmontiert werden und dem Bierzelt nicht im Wege stehen. Weitere Denkanstöße für die RP-Diskussion am Montagabend.

Quelle: RP

 
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