Monheim: Willkommen in Hogwarts
VON DORIAN AUDERSCH - zuletzt aktualisiert: 04.07.2008Düsseldorf (RPO). Über 40 Sechs- bis Zwölfjährige „Haus der Jugend“-Besucher tauchen für zwei Wochen in die magische Welt von Harry Potter und seinen Freunden ein. Höhepunkt der vielen kreativen Angebote ist das „Quidditch“-Turnier.
Der Wegweiser mitten im Foyer zeigt einige merkwürdige Beschriftungen. Von einem „Zaubereiministerium“ ist dort zu lesen. Ein anderes Schild weist den Weg zur „Aufzucht und Pflege magischer Geschöpfe“ und wenn man rechts abbiegt, gelangt man offenbar zum Gruppenraum der „Gryffindors“.
Spätestens jetzt wissen Eingeweihte, unter welchen Motto die diesjährige Sommerferienaktion „Kinder spielen Stadt“ im Haus der Jugend (HdJ) steht. Es geht um die magische Welt der Hexerei und Zauberei aus den „Harry Potter“-Romanen. „Das Angebot richtet sich vor allem an Kinder zwischen sechs bis zwölf Jahren“, erklärt Sabrina Schultz. Die 19-Jährige betreut zusammen mit ihren Kollegen die vier Gruppen, die im Laufe der zweiwöchigen Aktion den „Hauspokal“ erringen wollen. „Am Vormittag gibt es Unterricht in magischen Fächern. Die Kinder basteln zum Beispiel Zaubertaschen und Zauberstäbe, lernen Kräuter kennen oder mischen geheimnisvolle Tränke. Mittags gibt es dann eine Pause und danach geht es weiter mit verschiedenen Spielen.“ Höchster Beliebtheit erfreut sich das „Quidditch“-Spiel, bei dem es darum geht, einen Ball mit Hilfe von Hockeyschlägern im gegnerischen Tor unterzubringen. Der „goldene Schnatz“ ist ein Gummiball, der während des Spiels durchs Feld hüpft. Wenn dieser von einem Team gefangen werden kann, ist das Spiel gewonnen.
Mitarbeiter gesucht
Das Haus der Jugend sucht ab dem 4. August freie Mitarbeiter für die offene Kinder- und Jugendarbeit und das Aktionsmobil.
Interessenten an dieser Tätigkeit auf Honorarbasis können sich direkt an das Haus der Jugend, Tempelhofer Straße 17 wenden.
Info Tel. 95 17 38 oder Tel. 95 17 32.
„Uns ist es wichtig, dass wir hier Kinder aus verschiedenen Altersgruppen zusammenführen und ihnen ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm bieten“, meint Sabrina Schultz. „Das ist auf jeden Fall besser, als in den Ferien zu Hause vor dem Fernseher zu hängen.“ Für die nötige Entspannung der „Zauberlehrlinge“ sorgen verschiedene Ausflüge. Unter anderem geht es ins Phantasialand, ins Mona Mare und in den Langenfelder Freizeitpark – immer unter pädagogischer Aufsicht.
„Solche Aktionen sind extrem wichtig für Kinder“, weiß HdJ-Sozialpädagoge Günter Pfeil. „Es werden motorische Fähigkeiten ebenso gefördert wie die Sprache und die soziale Kompetenz.“ Im Brennpunkt Berliner Viertel sei vor allem Letzteres von Bedeutung. „Die soziale Ungleichheit soll sich in den Gruppen nicht wiederfinden. Egal ob arm oder nicht, die Kinder sollen einfach zusammen Spaß haben und dabei lernen, gut miteinander umzugehen.“
Zauberstäbe selber basteln
Insgesamt 41 Kinder tummeln sich in den verschiedenen „Klassenzimmern“. Eine von ihnen ist die neunjährige Doga. „Es hat bis jetzt viel Spaß gemacht“, fasst der bekennende „Harry Potter-Fan“ die vergangenen Tage zusammen und wedelt mit ihrem selbstgebastelten Zauberstab durch die Luft. „Und ich freue mich schon auf das Quidditch-Turnier in der kommenden Woche.“
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