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Vier Menschen gestorben: Zwei Kinder sterben bei Wohnungsbrand - Vater tatverdächtig

VON A.STREICHAN UND S.MÖLLER - zuletzt aktualisiert: 27.01.2012 - 19:10

Langenfeld (RPO). Bei dem Wohnungsbrand an der Opladener Straße in Langenfeld, bei dem am  Freitagmorgen eine vierköpfige Familie ums Leben gekommen ist, deuten immer mehr Details auf ein Familiendrama hin. Einem Medienbericht  zufolge soll sich die Tat über mehrere Tage hingezogen haben.

Der Westdeutschen Zeitung liegt ein Abschiedsbrief des Familienvaters in Auszügen vor. Daraus geht hervor, dass sich die Bluttat offenbar nicht explosiv vollzogen hat, sondern das sich das Drama über einen längeren Zeitraum hingezogen hat. Diese Details zum Tathergang ständen im Abschiedbrief, den der 34-Jährige im Internet veröffentlichte. Die Internetseite ist inzwischen gesperrt.

Dem Blatt zufolge soll der 34-jährige Familienvater zunächst die 33-jährige Mutter und das neun Monate alte Mädchen getötet haben. Die genaue Todesursache sei unklar, möglicherweise wurden beide betäubt und erstickt. Gemeinsam mit seinem fünfjährigen Sohn soll er einen weiteren Tag in der Wohnung verbracht haben, bevor er auch ihn tötete. Das soll aus dem Abschiedbrief, der wohl in Etappen verfasst wurde, hervorgehen. Die Polizei in Langenfeld wollte die Medienberichte weder bestätigen, noch dementieren. Der Familienvater hatte nach der Tat die Wohnung in Brand gesteckt. Erst im Oktober 2011 war dieselbe Familie knapp einem Brand in ihrer Wohnung entkommen.

Das Feuer am Freitag brach gegen 7 Uhr morgens im ersten Obergeschoss des Hauses aus, über einem Supermarkt. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell unter Kontrolle bringen. Wie die Polizei mitteilte, war das Feuer bereits nach wenigen Minuten gelöscht. In der stark verrauchten Wohnung fand die Feuerwehr die vier Toten - zwei Kinder im Alter von fünf Jahren und neun Monaten sowie deren 34-jährigen Vater und die 33-jährige Mutter.

Wie der WDR berichtet, hatte ein Nachbar am Freitagmorgen den Autoschlüssel des Familienautos mit einem Zettel in seinem Briefkasten gefunden. Auf dem Zettel stand: "Alles weitere auf dem Beifahrersitz." Der Nachbar habe das Auto daraufhin nicht angerührt und die Gegenstände der Polizei übergeben, bestätigte ein Sprecher. Weitere Angaben zu dem Zettel und dem Inhalt des Autos kann die Polizei zurzeit noch nicht machen.

Starb der Vater in den Flammen?

Zurzeit richte sich ein Tatverdacht gegen den 34-jährigen Familienvater. Die Polizei in Langenfeld geht bisher davon aus, dass der Vater zunächst seine Familie tötete und anschließend Feuer in der Wohnung legte. Er selbst sei wahrscheinlich in den Flammen ums Leben gekommen, wie die Ermittler gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mitteilten.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf sowie eine Mordkommission haben ihre Ermittlungen aufgenommen. Der Mordkommission gehören Beamte aus Düsseldorf und Mettmann an. Zur Todesursache könne noch nichts gesagt werden, sagte Sobotta. Auch "zur Auffindesituation der Toten" könne er noch keine Angaben machen.

Brand im Oktober entkommen

In der Wohnung der Familie war bereits im Oktober 2011 ein Feuer ausgebrochen. Der Brand war in einem Vorratsraum entstanden. Ursache war ein Defekt im Sicherungskasten - ein Strafverfahren wurde demnach nicht eröffnet. Damals hatte sich die Familie auf einen Balkon an der Rückseite des Hauses retten können. Auch damals brachte die Feuerwehr den Brand schnell unter Kontrolle, bevor er auf die restliche Wohnung übergriff. Das Paar und ihre beiden Kinder wurden von der Feuerwehr über die Treppe ins Freie geführt.

Die Opladener Straße war für die Dauer des Einsatzes vollständig gesperrt.

Quelle: anch/rm/anch/das/felt

 
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