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Fußball: Alarm: Fünf vor zwölf

VON ROBERT DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 12.03.2010

Fußball-Landesligist HSV Langenfeld steht nach dem 1:2 bei TuSpo Richrath erneut sehr stark unter Druck. Trainer Guido Röhrig glaubt aber fest daran, dass seine angeschlagene Elf gegen den SC Union Nettetal wieder aufsteht.

Untröstlich: Michael Dahmen war nach dem 1:2 in Richrath am Boden zerstört. Aufgeben kommt für ihn aber nicht in Frage.  Foto: RPO
Untröstlich: Michael Dahmen war nach dem 1:2 in Richrath am Boden zerstört. Aufgeben kommt für ihn aber nicht in Frage. Foto: RPO

Die Landesliga-Fußballer des HSV Langenfeld hatten in dieser Woche viel zu verdauen. Nach dem bitteren 1:2 bei TuSpo Richrath steckt das Team richtig tief im Abstiegskampf. Mittlerweile ist der HSV sogar wieder auf Rang 13 gerutscht, der am Ende nicht unbedingt reicht. Die Lage könnte deshalb vor dem Heimspiel gegen den SC Union Nettetal (Sonntag, 15 Uhr, Burgstraße) kaum schwieriger sein. Einer, der wie kein anderer das Sinnbild für die HSV-Stimmung am Sonntag abgab, ist Michael Dahmen. Der 1,96-Meter-Mann rackerte hinten gewohnt vorbildlich. In der 75. Minute war Dahmen dann durch seinen ersten Fehler direkt an Richraths 1:1 beteiligt. Nur Sekunden später lag der HSV sogar zurück. Der ganze Frust brach dann kurz vor Schluss durch, als der Abwehrspieler eine Schiedsrichter-Entscheidung heftig in Frage stellte und dafür die Rote Karte sah.

Info

Dichtes Gedränge

DJK/VfL Giesenkirchen (drei Punkte) und Bayer Dormagen (sieben) sind abgeschlagen und steigen vermutlich ab. Die Plätze 13 und 14 reichen wohl auch nicht zum direkten Klassenerhalt. Derzeit kommen acht Teams für diese Ränge in Frage und echte Sicherheit beginnt erst ab Platz sieben (SV Hilden-Nord/28 Zähler).

Momentan haben SV Uedesheim (17) und HSV Langenfeld (18) die schlechtesten Karten. Beide werden sich am 8. April treffen (19 Uhr), um die abgesagte Partie vom 28. Februar nachzuholen.

Dahmen wird nun für vermutlich zwei oder sogar vier Wochen fehlen. "Ich bin es selbst schuld", erklärt der Routinier, "das ist dumm gelaufen. Wir machen vorne unsere Tore nicht und dann nutzt Richrath unseren ersten Fehler direkt aus. Nach dem 1:2 war das Spiel im Prinzip vorbei. Wenn das öfter passiert, steigt man so ab." Obwohl Dahmen in den nächsten Partien aussetzen muss, arbeitet er mit daran, genau dies zu verhindern.

Zwei happige Hürden

Sein Trainer Guido Röhrig hat die Hoffnung ohnehin längst nicht aufgegeben: "Natürlich ist diese Woche nicht lustig. Aber wir werden aufstehen. Vielleicht braucht die Mannschaft das auch." Aus den Partien gegen Nettetal (Vierter) und eine Woche später beim 1. FC Mönchengladbach (Dritter) erwartet der Coach trotzdem keine Wunder: "Das sind Spiele, wo wir in unserer Situation nichts holen müssen."

Wie Langenfeld gegen Nettetal antritt, ist vollkommen offen. Sogar eine Rückkehr zum gewohnten System mit einem Libero statt der neuen Viererkette scheint möglich. Röhrig: "Ich hab noch keine Ahnung." Darüber hinaus steht hinter dem Einsatz des angeschlagenen Jens Hülsen ein Fragezeichen.

Positive Ansätze

Mut machte gegen Richrath der Auftritt der Mittelfeld-Spieler Marian Zündorf und Philipp Hombach. Zündorf war als "Sechser" vor der Abwehr ein Fels in der Brandung und der schnelle Hombach leitete viele Offensiv-Aktionen ein. Einziges Manko: Nach seiner langen Verletzungspause (Schulter) fehlt noch die Kraft für volle 90 Minuten. Unter dem Strich hat der HSV ganz viel Arbeit vor sich – aber auch alle Chancen, sich selbst wieder aus dem Schlamassel herauszuziehen.

Quelle: RP

 
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