Badminton: Alles beim Alten
VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 01.11.2007Der Deutsche Badminton-Meister Björn Joppien vom FC Langenfeld unterstrich bei den French Open die nationale Hierarchie durch seinen Sieg über Beuels Marc Zwiebler. Am Sonntag treffen sich die beiden in der Bundesliga wieder.
Björn Joppien war schon sieben Mal Deutscher Badminton-Meister, aber in den vergangenen Monaten vergeblich auf der Suche nach dem Erfolg. Überdurchschnittliche oder gar herausragende Turnier-Ergebnisse konnte der Linkshänder des Bundesligisten FC Langenfeld (FCL) nicht anbieten. Doch zumindest die nationale Hierarchie stimmt noch immer, wie sich jetzt bei den French Open in Paris zeigte. Das erstklassig besetzte Turnier der neuen Super Series zwang Joppien als Nummer der 36 der Weltrangliste in die Qualifikation. Und die erstaunliche Auslosung führte dazu, dass dem 26-Jährigen ausgerechnet die beiden schärfsten deutschen Konkurrenten über den Weg liefen – Roman Spitko (1. BC Bischmisheim) und Marc Zwiebler (1. BC Beuel).
Joppien begann mit einem 21:14, 21:15 über Spitko und einem Sieg über den Kanadier Stefan Wojcikiewicz (21:13, 21:18). Dann stand das Duell mit Zwiebler auf dem Programm, der ihm 2005 in Bielefeld den Titel abgenommen hatte. Der Langenfelder bestritt das durchaus brisante Duell sehr ruhig – 21:19, 21:18. „Drei Spiele an einem Tag sind schon happig“, fand Björn Joppien, „zum Glück musste ich keine drei Sätze spielen.“
„Ging mir viel zu schnell“
Die Strapazen machten sich jedoch gestern in der ersten Hauptrunde von Paris bemerkbar, denn beim 9:21, 15:21 gegen Yen Hui Kendrick Lee (Singapore) konnte der Deutsche Meister wenig ausrichten. „Das war ein einziges Geballer und ging mir viel schnell“, urteilte Joppien, „ich hatte die richtigen Gedanken – aber ich habe immer zu spät reagiert. Und wenn ich mal eine Chance hatte, habe ich zu unüberlegt gespielt.“ Trotz der Niederlage sieht er sich grundsätzlich wieder auf dem richtigen Weg – und unverändert eine Möglichkeit, durch entsprechende Resultate in den nächsten Monaten die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 in Beijing (China) zu schaffen.
Reizvolle Einzel-Duelle
Der Bundesliga-Spielplan will es so, dass Tabellenführer Langenfeld am Sonntag (14 Uhr) zum rheinischen Derby beim 1. BC Beuel antritt. Dann gibts direkt das nächste Duell zwischen Joppien und Zwiebler. Ebenfalls sehr reizvoll dürfte das Einzel mit Wu Yunyong (1. BC) und Przemyslaw Wacha (FCL) werden. Langenfeld spielt bei den Damen ohne die Polin Kamila Augustyn, aber mit der Russin Ella Diehl. Problem: Doppel- und Mixed-Spezialist Thorsten Hukriede plagt sich mit einem gebrochenen Zeh herum. Matthias Bilo aus der zweiten Mannschaft (Regionalliga) steht als Alternative zur Verfügung.
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