Handball: Alles im grünen Bereich
VON ROBERT DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 12.04.2011Hinter den Landesliga-Handballerinnen liegt eine ordentliche Saison. Die SG Monheim platzierte sich als sicherer Sechster überzeugend und der Nachbar SG Langenfeld erreichte mit Platz acht ebenfalls sein Saisonziel Klassenerhalt.
Für die Landesliga-Handballerinnen der SG Langenfeld (SGL) und SG Monheim (SGM) war der letzte Spieltag der Saison eine weitgehend entspannte Angelegenheit. Beide hatten ihre Ziele vorzeitig erreicht.
Die 16:23 (10:12)-Niederlage der Monheimerinnen gegen den TuS Wermelskirchen war allerdings von Bedeutung, weil hier noch die Meisterschaft entschieden wurde. Dagegen blieb Langenfelds 22:22 (11:10) gegen den TSV 1887 Wuppertal eher statistisch wichtig.
SG Monheim – TuS Wermelskirchen 16:23 (10:12). Die Gäste brauchten einen Sieg. Monheim wollte aber als sicherer Sechster keine Geschenke verteilen – was gelang, weil die SGM lange auf Augenhöhe kämpfte. Nach dem 5:5 (11.) passierte dann eine unglückliche Szene.
Torfrau Nicole Plittnik versuchte, einen Tempogegenstoß zu unterbinden. Weil sie das nur per Foul und außerhalb des Torraums schaffte, gabs die Rote Karte (15.). Zuerst musste Feldspielerin Constanze Schneider zwischen die Pfosten. Kurz darauf kam dann die auf der Tribüne sitzende Susanne Theobald aus der Zweiten zum Einsatz (25.).
Vergleichswerte
Sowohl die SG Langenfeld (SGL) als auch die SG Monheim (SGM) waren mit dem Ziel Klassenerhalt in die Saison 2010/2011 gegangen. Das Team aus der Stadt am Rhein begann mit fünf Siegen in Serie – und war auch später nie wirklich gefährdet. Langenfeld beseitigte die letzten Zweifel dagegen erst vor zwei Wochen durch das 27:13 über den Wuppertaler SV.
Auch der direkte Vergleich geht an Monheim. In Langenfeld gab es in der Hinrunde einen 25:22-Sieg und in der Rückrunde gewann die SGM zu Hause mit 17:15.
Zu viel Substanz weg
Nach dem kleinen Knick zum 7:12 (25.) war Monheim wieder da – 10:12 (30.) 14:14 (37.). "Danach hat man gemerkt, wie hoch das Tempo war", meinte SGM-Trainer Michael Pußar. Die Gäste zeigten nun mehr Substanz und zogen auf 18:14 weg (44.). Nach dem 15:18 (46.) lief bei der SGM nichts mehr – 15:22 (55.). Während der Gegner wenig später den Aufstieg feierte, freute sich Monheim über eine ordentliche Serie (22:22 Punkte).
SGM: Plittnik, Theobald – Cava Marin (3), Aust (2), Lembach (7/4), Ledebur, Songkhame, Fleischhauer, Müller, Holischek, Omanovic (1), Schneider (3).
SG Langenfeld – TSV 1887 Wuppertal 22:22 (11:10). Trainer Patrick van Münster brachte alle Spielerinnen des Kaders zum Einsatz. Weil Wuppertal (Letzter/Absteiger) ebenfalls um ein interessantes Finale bemüht war, entwickelte sich eine spannende Begegnung. Im zweiten Abschnitt hinkte die SGL meist hinterher und erst nach dem 18:18 (51.) war wieder alles offen. Langenfeld führte mit 22:21 (57.), ehe die Gäste zum 22:22 ausglichen (59.).
Rehn mit einer Pause
Langenfeld beendet die Saison als Achter (13:31 Punkte) klar vor den Abstiegsplätzen und hat das Saisonziel Klassenerhalt sicher erreicht. "Dann stand noch der Ausstand von Eva Rehn an", berichtete van Münster. Die 26-Jährige macht eine Pause vom Handball.
SGL: Gescher – Gerhards, Chr. Strippelmann (1), J. Strippelmann (5), Intfeld (5/2), Krieger (4), Güttler (2), Kreutzer (4), Rehn, B. Schumacher (1), C. Schumacher, Wüst.
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