kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Badminton: Aus, vorbei, Feierabend

VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 23.02.2010 - 18:00

Badminton-Bundesligist FC Langenfeld zieht sein Team mit sofortiger Wirkung aus der Bundesliga zurück. Nach

dem gesundheitlich dringend nötigen Karriereende von Björn Joppien brach alles wie ein Kartenhaus zusammen.
Schmerzhaft: Björn Joppien wollte noch lange auf hohem Niveau spielen, doch sein Körper war entschieden dagegen.  Foto: RPO
Schmerzhaft: Björn Joppien wollte noch lange auf hohem Niveau spielen, doch sein Körper war entschieden dagegen. Foto: RPO

Die Nachricht hörte sich erst absurd an, als hätte sie ein verlogener Geschichtenschreiber erfunden. Doch es dauerte nicht lange, bis das Echtheitszertifikat mit einem ziemlich bitteren Kern vergeben war. Seit Montagabend steht fest, dass der FC Langenfeld (FCL) sein Team mit sofortiger Wirkung aus der Badminton-Bundesliga zurückzieht. Günther Joppien, Team-Manager und 2. Vorsitzender, muss immer noch schlucken – wie der Vorsitzende Karl-Heinz Schulz, den Joppien im Laufe der vergangenen Woche über die bedrohliche Lage informiert hatte. "Wir haben uns diese Entscheidung bestimmt nicht leicht gemacht, aber am Ende keine vernünftige Alternative mehr gesehen", sagt Joppien.

Der Dominostein, der das Gebäude einstürzen ließ, war ausgerechnet sein Sohn Björn Joppien. Der siebenmalige Deutsche Meister, seit rund eineinhalb Jahren von Rückenproblemen geplagt, gehörte noch am 14. Februar zu den besten Langenfeldern, als er trotz großer Schmerzen zum 4:4 beim SC Union Lüdinghausen zwei wichtige Punkte beisteuerte (Einzel, Doppel). Damals konnte niemand ahnen, dass es die letzten Bundesliga-Auftritte des 29-Jährigen waren.

Info

Ein Stück Geschichte

Der FC Langenfeld 1954 (FCL) gehörte fast 30 Jahre zur höchsten deutschen Badminton-Klasse, in der er 1982/1983 die erste Saison bestritt. Sportliche Höhepunkte waren 1989 und 2004 – passend zum 50. Vereinsgeburtstag – die beiden Mannschafts-Titel. Seit 2002/2004 zählte der FCL immer zu den besten vier Teams.

Diesmal stand die Serie vor allem personell permanent unter einem ganz schlechten Stern (Verletzungen, Erkrankungen). Trotzdem war der erneute Einzug in die Play-Offs bis zuletzt möglich.

Wenig sprachen die Ärzte ein Machtwort und rieten dem erfolgreichsten Langenfelder Badminton-Spieler aller Zeiten, unverzüglich mit dem Leistungssport aufzuhören. Sehr lange brauchte Björn Joppien am Ende nicht, um den Rat zu befolgen. Dann entschloss er sich ganz schweren Herzens, den Schläger in die Ecke zu legen. Dass die Gesundheit vorgeht, entzieht sich jeder Diskussion.

Wachas Termin-Problem

Ohne Björn Joppien sah der FCL weder eine realistische Chance, sich für die Play-Offs um die Meisterschaft zu qualifizieren, noch eine Chance, über die Play-Downs die Klasse zu halten. Spätestens dort wären die nächsten Mosaiksteine herausgebrochen. Spitzenspieler Przemyslaw Wacha hätte im Halbfinale (27./28. März) wegen seines heimatlichen Pflichtstarts bei den Polish International gefehlt. Die Finnin Noora Virta wäre in den Play-Offs oder Play-Downs überhaupt nicht spielberechtigt (zu wenig Einsätze) und Kathrin Wanhoff (Knieoperation nach Kreuzband-Riss) nicht spielfähig. Am Final-Wochenende (24./25. April) hätte zudem mit einiger Sicherheit FCL-Talent Fabienne Deprez nicht zur Verfügung gestanden, weil genau in den Tagen vorher die Jugend-Weltmeisterschaften U 19 in Guadalajara (Mexiko) auf dem Programm stehen (18. bis 25. April).

Viel Glück, kein Happy End

"Sicher. Wir hätten trotzdem irgendwie eine Mannschaft hinstellen können", sagt Günther Joppien, "aber das wollten wir uns und vor allem den anderen Vereinen ersparen." Die für Samstag und Sonntag geplanten Spiele gegen den Letzten TV Refrath und beim Vorletzten VfL 93 Hamburg wurden bereits abgesagt. Die Frage nach dem Absteiger braucht die Liga dadurch ebenfalls nicht weiter zu verfolgen, denn Langenfeld steht als Absteiger fest. "Wir haben sehr viel harte Arbeit investiert. Aber wir hatten auch viele tolle und glückliche Jahre in der Bundesliga", findet Günther Joppien, "es gibt Dinge, die neu anfangen. Und es gibt Dinge, die gehen zu Ende." Irgendwie hört es sich immer noch absurd an, dass die Badminton-Bundesliga ab jetzt ohne den FC Langenfeld spielt.

Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
15-Jähriger wieder auf freiem Fuß

Nach Attacke am Hauptbahnhof

15-Jähriger wieder auf freiem Fuß

Ein 15-jähriger Tatverdächtiger ist nach der brutalen Attacke auf zwei Frauen am Hauptbahnhof Mönchengladbach am Sonntagmorgen wieder auf fr ... mehr 

Feuerwerk: Junggesellen lassen es krachen

Unges Pengste 2012

Feuerwerk: Junggesellen lassen es krachen

Ein Feuerzauber verzückte am Samstagabend, 26. Mai, einige tausend Besucher bei Unges Pengste. Der Himmel über Korschenbroich verwandelte si ... mehr 

Nachrichten aus Düsseldorf
Aus der Region

Düsseldorfer Jazz Rally

Viele Highlights beim Jubiläum

Straßenmusiker in Düsseldorf

Streit mit Mann an Klavier

Ex-Trainer von Hertha BSC Berlin

Rehhagel bereut Auftritt vor DFB-Gericht

Düsseldorfer Jazz Rally

Viele Highlights beim Jubiläum

Nach Attacke am Hauptbahnhof

15-Jähriger wieder auf freiem Fuß

Straßenmusiker in Düsseldorf

Streit mit Mann an Klavier

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

Aus der Nachbarschaft
Meistgelesen

Brutaler Angriff am Hauptbahnhof

Jugendliche prügeln Frauen krankenhausreif

Drei Jugendliche haben zwei Frauen im Alter von 35 und 39 Jahren in der Bahnhofshalle des Mönchengladbacher Hauptbahnhofs zusammengeschlagen. Die Tatverdächtigen gingen offenbar mit äußerster Härte und Brutalität gegen ihre Opfer vor. mehr

 

Protokoll des Eurovision Song Contests

Das war der Schmu aus Baku

 

Politische Punktevergabe beim Eurovision Song Contest

Anke Engelke: "Europa beobachtet Dich"

 

Ex-Trainer von Hertha BSC Berlin

Rehhagel bereut Auftritt vor DFB-Gericht

 

Bundesgericht entscheidet gegen Hertha BSC

"Der DFB tritt das Recht mit Füßen!"

Meistkommentiert

Nach Attacke am Hauptbahnhof

15-Jähriger wieder auf freiem Fuß

Ein 15-jähriger Tatverdächtiger ist nach der brutalen Attacke auf zwei Frauen am Hauptbahnhof Mönchengladbach am Sonntagmorgen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Nach seiner Festnahme am Samstag machte er keine Angaben zu den beiden flüchtigen ... mehr

 
 

Stürmer von Fortuna Düsseldorf

Bröker vor Wechsel zum 1. FC Köln

 

Neues Buch über den US-Präsidenten

Obama war Mitglied einer Kiffer-Bande

 

Sonniges Pfingstwetter sorgt für Strom-Rekord

Solaranlagen schaffen Leistung von 20 AKWs

mehr nachrichten aus langenfeld / Monheim
Ein ungewöhnlicher Ort für eine Podiumsdiskussion: Die Rheinische Post hatte in die Osman-Gazi-Moschee an der Niederstraße eingeladen – und viele diskutierten mit.

Monheim

(An-)sprache öffnet Türen

Die Podiumsdiskussion "Integration. Fremd in Monheim?" war gut besucht. Die Podiumsteilnehmer haben das Thema von vielen Seiten beleuchtet und ganz nebenbei auch eine Moschee kennengelernt. VON Dorian Audersch  mehr

 
 
 
 
 
 
Familienanzeigen