Bereit für den Titel
VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 25.02.2008Badminton-Bundesligist FC Langenfeld tankte am letzten Doppel-Spieltag der Normalrunde Selbstvertrauen fürs Play-Off-Halbfinale. Bei der SG EBT Berlin und gegen den Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim gabs jeweils ein 5:3.
Auf einmal war die Zeit des Schonens angebrochen und der Badminton-Bundesligist FC Langenfeld (FCL) nutzte die Gunst der Stunde konsequent aus, um am letzten Doppel-Spieltag der Normalrunde noch einmal seinen Hut in den Ring zu werfen. Die beiden 5:3-Erfolge beim Ersten SG EBT Berlin und gegen den Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim brachten die Mannschaft zwar nicht mehr vom vierten Platz nach vorne – aber einiges fürs Selbstbewusstsein. „Wir haben gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist“, fand Günther Joppien, der Bundesliga-Obmann des FCL. Langenfeld war ebenso wie die anderen drei Vereine aus dem Kreis der Großen schon vorher für die Play-Off-Runde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert.
Berlin verzichtete auf den Einsatz seiner Weltklasse-Spielerin Juliane Schenk. Daraus machte der FCL im Damen-Einzel den fünften Punkt, den er sonst wohl kaum eingesammelt hätte. Die restlichen vier Zähler kamen komplett aus den Spielen mit Herren-Beteiligung. Björn Joppien und Przemyslaw Wacha blieben ungeschlagen, während Mike Joppien und Andreas Wölk ein famoses zweites Herren-Doppel erfolgreich über die Bühne brachten.
Akku am Ende
Dass Wölk überhaupt ins Doppel rücken musste, ging aufs Konto des urlaubenden Teamkollegen Thorsten Hukriede. Joppien/Wölk boten auch im Duell mit Bischmisheim (ohne die Deutsche Meisterin Xu Huaiwen) eine begeisternde Leistung, bei der zum ersten Mal in dieser Saison sogar Play-Off-Atmosphäre herrschte. Das 22:20, 20:22, 24:22 gegen Michael Fuchs/Vladislav Druzhchenko hatte allerdings einen Haken. Denn der Drei-Satz-Marathon kostete so viel Substanz, dass später vor allem bei Andreas Wölk der Akku komplett leer war. Nach dem knappen verlorenen ersten Satz gegen Druzhchenko gab der Linkshänder sein Einzel dann auch auf. Mike Joppien hätte im Mixed an der Seite von Fabienne Deprez (für die erkrankte Kamila Augustyn eingesprungen) mit den letzten Reserven beinah noch seinen zweiten Zähler geholt.
Warten auf Hukriede
Zwei Erkenntnisse sah Langenfeld für die bevorstehende Play-Off-Runde bestätigt. „Wir brauchen Thorsten Hukriede dringend als fünften Mann“, betonte Günther Joppien. Außerdem kann das Team – wenn alle Rädchen perfekt passen – vielleicht tatsächlich bei der Vergabe des Titels ein richtiges Wort mitsprechen. Die Zeit des Schonens ist im Halbfinale aber vorbei.
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