Badminton: Blick in den Rückspiegel
VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 10.11.2008Badminton-Bundesligist FC Langenfeld war fest auf einen Play-Off-Platz gebucht, muss aber nach dem 1:7 gegen
den 1. BC Beuel plötzlich aufpassen. Der Aufsteiger BV Gifhorn ist mittlerweile zu einer echten Gefahr geworden.Der Badminton-Bundesligist FC Langenfeld (FCL) hat ein klares Saisonziel, denn die Teilnahme an der Play-Off-Runde der besten vier Mannschaften ist fest eingeplant – wie immer in den vergangenen Jahren. Um den Plan zu erfüllen und dann vielleicht sogar die anderen Titelkandidaten zu gefährden, braucht der Meister von 2004 vor allem zwei Dinge – seine beste Besetzung und eine Mannschaft in bester Form. Im Heimspiel gegen den rheinischen Rivalen 1. BC Beuel war weder das eine noch das andere vorhanden. Deshalb gabs eine klare Niederlage, die am Ende etwas zu hoch ausfiel – 1:7.
7:5 Zähler aus den sechs Begegnungen der durch den Rückzug des SV Fortuna Regensburg verkürzten Hinrunde (wir berichteten) sind keine optimale Ausbeute – und kein Ruhekissen für den zweiten Teil der Normalrunde. Die ersten drei Plätze werden Beuel, Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim und die SG EBT Berlin unter sich ausmachen. Dahinter gibts aber plötzlich ein Duell zwischen dem FCL (Vierter/7:5 Punkte) und dem Aufsteiger BV Gifhorn (fünfter Platz/7:5). Ein Grund: Langenfeld verlor das Hinrunden-Duell in Gifhorn mit 3:5 – weil damals Ella Diehl fehlte.
Nächste Hürden
Der FC Langenfeld (FCL) begann die Serie mit einem 5:3 in Berlin. Für den Rückrundenstart am 7. Dezember hängen die Trauben aber hoch. Die SG EBT, damals geschwächt, ist dann komplett. Dem FCL fehlt der formverbesserte Andreas Wölk (Urlaub).
Am 14. Dezember ist dann ein Sieg beim Sechsten SC Union Lüdinghausen Pflicht. Das mögliche „Endspiel“ um den Play-Off-Einzug gegen den BV Gifhorn eröffnet am 11. Januar das neue Jahr.
Geplatzte Rechnungen
Die Russin war in der vergangenen Woche in Moskau bei den Russian Open beschäftigt (wo sie gestern den Titel im Damen-Einzel gewann) und fehlte deshalb gegen Beuel erneut. FCL-Talent Fabienne Deprez (16) sprang ein und zog sich achtbar aus der Affäre. Mit Kathrin Wanhoff konnte sie jedoch erwartungsgemäß das Damen-Doppel nicht gewinnen. Und das Einzel ging letztlich ebenfalls glatt an Beuels Engländerin Elizabeth Cann. Dass die vorsichtigen Langenfelder Rechnungen auf ein 4:4 platzten, lag aber nicht zuletzt an einigen Spielen mit Herren-Beteiligung. Przemyslaw Wacha und Björn Joppien legten im ersten Herren-Doppel gut los, denn sie gewannen gegen Marc Zwiebler/Ville Lang. Der Auftakt-Zähler blieb allerdings der einzige Punkt für Langenfeld.
Warnschuss und Ausblick
Wacha, durch eine Armverletzung gehandicapt, verlor später das Spitzeneinzel gegen den Deutschen Meister Zwiebler. Björn Joppien zog gegen den Finnen Ville Lang in drei Sätzen den Kürzeren (trotz 16:11-Führung im letzten Durchgang). „Bei uns hat noch kein Mal alles richtig gepasst“, fand Teamsprecher Andreas Wölk, „vielleicht war das sogar ein Warnschuss zur richtigen Zeit.“ Günther Joppien, der Bundesliga-Obmann des FCL, trug die Niederlage mit Fassung: „Wenn es drauf ankommt, kriegen wir es hin. Da bin ich ganz sicher.“
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