Chaostage in der Bundesliga
zuletzt aktualisiert: 05.04.2008Die Badminton-Bundesliga produziert auf der Zielgeraden der Saison 2007/2008 viele Schlagzeilen. Oben steht vor allem das Play-Off-Halbfinale zwischen dem FC Langenfeld (FCL) und dem 1. BC Beuel im Mittelpunkt. Spielleiter Bernd Mohaupt (Gütersloh) hatte das 4:4 des FCL aus der ersten Partie in ein 0:8 umgewertet und somit Beuel ins Finale befördert – weil Langenfeld mit seiner nicht spielberechtigten Jugendmeisterin Fabienne Deprez angetreten war. Gegen die Entscheidung legte der FCL einen Protest ein, der in erster Instanz – wie erwartet – ins Leere ging. Lutz Sotta (Düren), Leiter des Referats Spielbetrieb O 19 (Spielausschuss) im Deutschen Badminton-Verband (DBV), schloss sich seinem Bundesliga-Spielleiter an.
Nun befasst sich das DBV-Verbandsgericht mit dem Fall. Da das Finale zwischen dem 1. BC Bischmisheim und Langenfeld oder Beuel für den 3./4. Mai vorgesehen ist, wäre eine zügige Klärung notwendig. Daraus scheint aber nichts zu werden. Verbandsgerichts-Präsident Achim Riedel (Berlin) nennt in einer Stellungnahme (www.badminton.de) vielmehr den 20. April. „Ich habe bereits die Parteien aufgefordert, Stellung zu nehmen. Dazu müssen Fristen zugestanden werden. Ich weiß natürlich, dass Bischmisheim, Beuel und Langenfeld schnell wissen möchten, woran sie sind. Aber wir können einen derartigen Fall auch nicht übers Knie brechen. Doch der 20. müsste zu schaffen sein“, sagt Riedel.
Verkompliziert wird die Planung durch die Abschlusstabelle nach der Normalrunde. Dort kam Beuel als Erster an – vor Bischmisheim (Dritter) und dem FC Langenfeld. Weil der besser platzierte Verein in den Play-Offs grundsätzlich aussuchen kann, ob er zuerst zu Hause oder auswärts antreten möchte, planen die drei Vereine zurzeit komplett im Nirgendwo. Wird Beuel Finalist, können die Bonner wählen. Wird Langenfeld Finalist, darf Bischmisheim aussuchen – wie jetzt schon geschehen. Der Titelverteidiger wollte in Langenfeld beginnen (3. Mai) und einen Tag später in heimischer Umgebung das Rückspiel zum saarländischen Badminton-Fest machen.
Play-Down-Finale fällt aus
Die Ergänzung zum Chaos oben ist die Entwicklung unten – denn das Play-Down-Finale fällt aus. Der VfB Friedrichshafen gab bekannt, aus finanziellen Gründen nicht mehr zu den Spielen gegen den VfL 93 Hamburg anzutreten. Daraus ergibt sich: Hamburg bleibt erstklassig – obwohl der Aufsteiger dem Rest des Feldes in der Normalrunde mit seinen 1:27 Punkten hinterhergelaufen war. Vor einem Jahr war der VfL erst durch den Rückzug des TuS Wiebelskirchen in die höchste Klasse nachgerückt. Und 2006 hatte der Rückzug des PSV Ludwigshafen dafür gesorgt, dass keine Mannschaft sportlich absteigen musste.
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