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Badminton: Das Abo auf Bronze

VON NICOLE SCHARFETTER - zuletzt aktualisiert: 07.02.2012

Badminton (RP). Fabienne Deprez belegte bei den Deutschen Badminton-Meisterschaften nach 2010 und 2011 zum dritten Mal hintereinander den dritten Platz für den FC Langenfeld. Im Halbfinale war Olga Konon zu stark – 9:21, 8:21.

Abwehrversuch: Für Mike Joppien (rechts) und Thorsten Hukriede (hinten links) kam das DM-Aus im Achtelfinale des Herren-Doppels.  Foto:  Sven Heise
Abwehrversuch: Für Mike Joppien (rechts) und Thorsten Hukriede (hinten links) kam das DM-Aus im Achtelfinale des Herren-Doppels. Foto: Sven Heise

Bei den Deutschen Badminton-Meisterschaften in Bielefeld hatte auch der Regionalligist FC Langenfeld (FCL) den einen oder anderen Hoffnungsträger am Start – allen voran die Vorjahresdritte Fabienne Deprez, die wenigstens ihre Leistung aus 2011 wiederholen wollte.

Nach der kurzfristigen Absage der Weltranglisten-Siebten und Titelverteidigerin Juliane Schenk (SG EBT Berlin/gesundheitliche Gründe) schienen die Karten im Damen-Einzel sogar komplett neu gemischt zu sein, doch am Ende war Schenks Fehlen für Deprez ohne Bedeutung. Die 19-Jährige (wird morgen 20) hätte erst im Endspiel auf die Top-Favoritin treffen können – und kam dann gar nicht so weit. Vorher machte ihr die im vergangenen Jahr eingebürgerte Weißrussin Olga Konon (1. BC Saarbrücken/Bischmisheim) im Halbfinale einen Strich durch die Rechnung. Nach dem mehr als deutlichen 9:21, 8:21 belegte Fabienne Deprez erneut Platz drei.

Info

Amsterdam ruft

Martin Kranitz, der Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), gab jetzt die Nominierungen zu den Europameisterschaften für Damen-Mannschaften bekannt (14. Februar bis 19. Februar). Mit dabei: Fabienne Deprez (FC Langenfeld), die gemeinsam mit Juliane Schenk, Olga Konon und Karin Schnaase das Aufgebot im Damen-Einzel bildet.

Ziel der deutschen Damen in Amsterdam ist die Bronzemedaille (wie 2010), die einen Startplatz bei den Mannschafts-Weltmeisterschaften in China bringt (20. bis 27. Mai). In der EM-Vorrunde trifft Deutschland auf Zypern (15. Februar, 14 Uhr) und Weißrussland (16. Februar, 10 Uhr).

Deprez startete gut ins DM-Turnier, überstand die ersten Runden problemlos und erreichte das Viertelfinale ohne einen Satzverlust. Doch nun waren die ersten Schwächen zu erkennen, als die kämpferisch überzeugende Monheimerin gegen Mona Reich Anspach) kurzzeitig ins Trudeln geriet und sich durch drei Sätze arbeiten musste – 21:15, 15:21, 21:11.

Eine Frage der Nerven

Im Halbfinale zeigte die sonst so sieges- und selbstbewusste Deprez dann plötzlich Nerven, sodass Konon einfaches Spiel hatte und verdient ins Finale einzog. FCL-Teammanager Günther Joppien war mit dem Resultat insgesamt dennoch zufrieden: "Hoffnungen auf das Finale waren natürlich da. Wir wissen aber auch, dass Konon eine starke Gegnerin ist."

Mike Joppien (FCL) und Thorsten Hukriede (BV RW Wesel), die Westdeutschen Meister im Herren-Doppel, blieben ein Stück hinter ihrem Ziel zurück – weil sie das Viertelfinale verpassten. Die perfekt aufeinander eingespielten Routiniers hatten es im Achtelfinale mit Dieter Domke (1. BC Saarbrücken/Bischmisheim) und Marc Zwiebler (1. BC Beuel) zu tun, die auf jeden Fall als hohe Hürde gelten mussten.

Im Rahmen: Fabienne Deprez ( Foto: Sven Heise

"Im ersten Satz haben die Jungs eine gute Leistung gezeigt, wurden danach aber unruhig und wollten einfach zu viel", urteilte Günther Joppien, der an der Vorstellung "seines" Doppels jedoch nichts auszusetzen hatte. Beim 21:17, 15:21, 12:21 gabs schließlich viele sehenswerte Ballwechsel.

Blick in die Zukunft

Langenfelds Jugendspieler Lars Schänzler (noch U 17) präsentierte sich erstmals bei einer Deutschen Meisterschaft O 19 – und das nach Joppiens Ansicht ausgesprochen gut. Schänzler (16) gewann immerhin sein Auftaktmatch gegen Dominic Becker (1. BC Saarbrücken/Bischmisheim) mit 21:18, 23:21 und erreichte die zweite Runde. "Das ist wirklich nicht selbstverständlich für einen Spieler in seinem Alter", lobte Günther Joppien. Für den FCL gab es damit unter dem Strich keine ganz großen Überraschungen, aber durchaus den einen oder anderen Hinweis auf Erfolge in der Zukunft.

Quelle: RP/rl


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