Das Hindernis-Rennen
VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 08.02.2008Badminton-Bundesligist FC Langenfeld steht vor einem schwierigen Spieltag. Gegen Hamburg sollte es auch ohne Ella Diehl und Carola Bott zum Sieg reichen. Dann folgt die Fahrt nach Friedrichshafen – mit ungewissem Ausgang.
Der Badminton-Bundesligist FC Langenfeld (FCL) präsentiert sich und seinen Sport am liebsten auf höchstem Niveau – was in einer Zwei-Klassen-Gesellschaft manchmal ziemlich schwierig ist. Denn die vier Plätze für die Play-Off-Runde um die Meisterschaft sind so gut wie sicher vergeben. Folge: Auch die vier Teilnehmer an der Play-Down-Runde stehen schon fest. Dass fast alles klar ist, kommt dem Tabellenvierten diesmal aber sehr gelegen. Langenfeld geht mit personellen Schwierigkeiten in den Doppelspieltag morgen (15 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) gegen den VfL 93 Hamburg und am Sonntag (13 Uhr) beim VfB Friedrichshafen.
Die Russin Ella Diehl will sich unbedingt für die Olympischen Spiele qualifizieren und pausiert jetzt in der Bundesliga – wie es vorher vertraglich fixiert war. Carola Bott ist verletzt (Knie), FCL-Talent Fabienne Deprez bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften in Duisburg-Rheinhausen beschäftigt. Deshalb wird Aileen Rößler aus der Regionalliga-Mannschaft im Damen-Doppel (mit Kamila Augustyn) und Mixed (mit Mike Joppien oder Thorsten Hukriede) aushelfen.
Klare Verhältnisse
Die vier besten Klubs kämpfen nach der Normalrunde in der Play-Off-Runde um die Meisterschaft. SG EBT Berlin (17:3 Punkte), 1. BC Bischmisheim (16:4), 1. BC Beuel (15:5) und FC Langenfeld (13:7) sind praktisch durch.
Der Rest des Feldes kämpft gegen den Abstieg. Selbst der SC Union Lüdinghausen (10:10) als Tabellenfünfter liegt schon klar hinter den Top-Mannschaften zurück.
Wölks Fragezeichen
Erheblich gefährdet war vorübergehend der Einsatz von Andreas Wölk, den seit Kurzem starke Kniebeschwerden plagten – verursacht durch einen Becken-Schiefstand. Gestern kam dann nach einem Termin beim Physiotherapeuten Bodo Jankowski (Duisburg) die Entwarnung. „Ich kann spielen“, erklärt der Linkshänder. Damit stehen dem FCL wenigstens auf der Herren-Seite alle taktischen Varianten zur Verfügung.
„Hamburg ist für uns nicht das ganz große Problem“, sagt Langenfelds Bundesliga-Obmann Günther Joppien. Der Aufsteiger VfL liegt mit 0:20 Punkten am Tabellenende und war bereits in der Hinrunde chancenlos (1:7). Schwieriger wird die Aufgabe beim Sechsten Friedrichshafen (7:13). Der VfB ist ein durchaus ernst zu nehmender Gegner – erst recht dann, wenn der Doppel- und Mixed-Spezialist David Lindley mit von der Partie ist. Der Engländer fehlte in der Hinrunde beim 5:3 für den FCL.
Letzte Februar-Tests
Die Normalrunde in der Bundesliga endet für Langenfeld 23./24. Februar. Dann gehts zum Tabellenführer SG EBT Berlin und gegen den Zweiten 1. BC Bischmisheim. Die beiden Duelle sind letzte wichtige Tests für die Play-Off-Runde. Ob dann jeder seine Karten richtig aufdeckt, ist wieder eine andere Frage. Der FCL will dann aber sich und seinen Sport wieder auf dem höchsten Niveau präsentieren.
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