Handball: Das Versprechen
VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 26.03.2011Handball-Verbandsligist SG Langenfeld tritt als ungeschlagener Spitzenreiter bei der HSG Rade/Herbeckan. Trainer Heino Kirchhoff hat Respekt vor dem Gegner, aber auch klare Vorstellungen: "Wir werden gewinnen."
Der Handball-Verbandsligist SG Langenfeld (SGL) ist mittlerweile ganz auf Oberliga eingestellt und der Tabellenführer will die noch fehlenden Schritte zum Aufstieg jetzt so schnell wie möglich hinter sich bringen. Läuft alles wie geplant, bietet sich am 30. April direkt nach der Osterpause die Gelegenheit, im Heimspiel gegen den Ohligser TV schon den entscheidenden Schritt zu tun. Vorher muss der Spitzenreiter jedoch heute (18 Uhr) bei der HSG Rade/Herbeck eine der unangenehmeren verbliebenen Aufgaben lösen – ohne dass Trainer Heino Kirchhoff größere Zweifel am Ausgang der Partie hat: "Wir werden gewinnen."
Alles spricht für die Gäste, die ungeschlagen sind und als Favorit gelten. Rades Coach Guido Hugo formuliert es deutlich: "Langenfeld ist die beste Mannschaft und wird verdient Meister." Obwohl die HSG große personelle Sorgen hat, dürfte sie alles für ein anständiges Resultat geben. "Die kämpfen und spielen sehr engagiert", findet SGL-Kollege Kirchhoff, der sich davon mit seiner Mannschaft schon mehr als einmal überzeugen konnte. Aus der Hinrunde 2010/2011 stammt der magere 29:24-Sieg und davor tat sich Langenfeld besonders im Bergischen sehr schwer – 26:25 (2009/2010), 28:32 (2008/2009).
Der Quotenkönig
Drei Spieler der SG Langenfeld haben alle bisherigen 19 Saisonspiele absolviert: Matthias Herff, Vinzenz Preissegger und Andreas Nelte. Herff ist mit 98 Toren – davon 44 Siebenmeter – der erfolgreichste Werfer. Nelte, der keine Siebenmeter wirft, folgt mit 78 Toren auf Platz drei.
Die beste Quote pro Partie hat jedoch Fabian Düllberg. 80 Treffer aus 15 Begegnungen bedeuten einen Schnitt von 5,33. Düllberg liegt damit vor Herff (5,16), Nelte (4,11) und Preissegger (3,37).
Dass personelle Schwierigkeiten auch durchs SGL-Team rotieren, ist inzwischen Alltag. Für Kai Wille kommt ein Einsatz nach überstandener Knieverletzung (Kreuzband angerissen) wohl immer noch zu früh. Christian Majeres plagt sich mit einer starken Erkältung herum und Stefan Wagener macht weiter der lädierte Fuß zu schaffen. Der zuletzt so starke Spielmacher Fabrice Voigt war darüber hinaus in dieser Woche beruflich stark eingespannt. Zusammen mit den Langzeitverletzten Tobias Kottwitz (Kreuzbandriss) und Niklas Körner (Kahnbeinbruch) ergibt sich daraus eine stattliche Liste an sehr sicheren bis wahrscheinlichen Ausfällen. Kirchhoff nimmt es gelassen: "Wir haben immer noch eine starke Mannschaft." Außerdem kehrt der zuletzt aus privaten Gründen fehlende Rückraumspieler Fabian Düllberg in die Mannschaft zurück.
Chance gut genutzt
Seine nächste Bewährungschance bekommt der aus der A-Jugend aufgerückte Keeper Fabian Bremer, der beim 31:14 (13:8)-Sieg über den TV Angermund nach der Pause zwischen den Pfosten stand und eine gute Leistung bot. Bremer soll 2011/2012 mit Tobias Hanke und Christian Wansing ein Torhüter-Trio bilden. Der Einsatz des 18-Jährigen in Rade ist der nächste Beleg dafür, dass der Tabellenführer längst auf Oberliga eingestellt ist.
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