Badminton: Der Blick von oben
VON ROBERT DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 19.02.2007Badminton-Bundesligist FC Langenfeld meldete durch das 5:3 beim 1. BC Bischmisheim und das 7:1 gegen die
SG EBT Berlin deutlich seine Ansprüche auf den Titel an. Das Team steht nun zwei Runden vor Schluss auf Rang eins.Die Kampfansage war berechtigt. Günter Joppien, der Obmann des Badminton-Bundesligisten FC Langenfeld (FCL), hatte vor den Partien beim 1. BC Bischmisheim und gegen den SG EBT Berlin zwei Siege gefordert. Und der Plan funktionierte: Am Samstag holten die Langenfelder beim bisherigen Spitzenreiter Bischmisheim einen 5:3-Erfolg. Der 7:1-Sieg gestern gegen Berlin brachte zwei Spiele vor Ende der Normalrunde sogar die Tabellenführung. „Es freut mich, dass das so gut geklappt hat“, meinte Joppien zufrieden.
Ein ungewohnt starker Rückhalt waren diesmal die Doppel. Przemyslaw Wacha/Thorsten Hukriede in Bischmisheim unterlagen im ersten Herrendoppel gegen Kristof Hopp/Michael Fuchs knapp mit 21:18, 12:21 und 18:21. Alle anderen sieben Wochenend-Doppel gingen dafür an die Langenfelder. Gegen den Spitzenreiter aus Saarbrücken hieß es deshalb früh 2:1. Nadiezda Kostiuczyk/Kamila Augustyn gewannen das Damen-Doppel mit 24:22, 21:18. Mike Joppien und Björn Joppien entschieden das umgestellte zweite Herrendoppel mit 22:20, 21:18 für sich.
Niederlage ohne Folgen
Im Damen-Einzel war Augustyn dann gegen die Deutsche Meisterin Xu Huaiwen machtlos – 13:21, 8:21. Dafür holten Mike Joppien/Kostiuczyk im Mixed, Björn Joppien im ersten Herreneinzel und Wacha im zweiten Herreneinzel die Punkte zur entscheidenden 5:2-Führung. Etwas überraschend unterlag Andreas Wölk im abschließenden dritten Herreneinzel Michael Fuchs mit 18:21, 12:21 geschlagen geben. Weil jedoch der Sieg bereits in trockenen Tüchern war, tat das keinem Langenfelder mehr weh.
Gegen Berlin zeigte der FCL noch mehr Doppelstärke. Aus den vier Partien gab es ein glattes 4:0 für die Gastgeber, die hier keinen einen einzigen Satz abgaben. „Das war heute verblüffend gut von uns“, stellte Günther Joppien fest. Die Einzel wurden umso spannender, weil alle über drei Sätze gingen.
Das Beste zum Schluss
Augustyn konnte gegen Nicole Grether nur zwei Durchgänge lang mithalten und verlor letztlich mit 21:23, 21:18, 9:21. Andreas Wölk – lange mit sich selbst hadernd – hatte im dritten Herren-Einzel zuvor mit seinem 19:21, 21:18, 21:12 über Dieter Domke den fünften Zähler geholt. Das erste Herreneinzel von Björn Joppien und das zweite Herreneinzel von Wacha wurden am Ende zu den Höhepunkten des Tages. Es blieb spannend bis zum Schluss. Beide kämpften sich nach hohen Rückständen im dritten Satz wieder heran – und durften am Ende leidenschaftlich jubeln.
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