Badminton: Der Countdown läuft
VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 26.02.2007Der Badminton-Bundesligist FC Langenfeld verteidigte durch das 7:1 in Wiebelskirchen und das 8:0 gegen Regensburg souverän die Tabellenspitze. Nun kommt es im Play-Off-Halbfinale zum rheinischen Derby gegen den 1. BC Beuel.
Personalnotizen
Der Langenfelder Oliver Pongratz – jetzt bei Fortuna Regensburg – hätte gestern liebend gerne an seiner alten Wirkungsstätte gespielt. Doch der 33-Jährige konnte wegen einer Zerrung im Gesäßmuskel nur als Zuschauer mit von der Partie sein.
Nicht mehr dabei ist Nadiezda Kostiuczyk in der nächsten Saison beim FCL. Die Polin nimmt eine lukratives Angebot aus Dänemark an und erteilte den Langenfeldern jetzt eine Absage.
Der Meister der Jahre 1989 und 2004 fuhr wie auf Schienen über die Ziellinie. Für den Badminton-Bundesligisten FC Langenfeld (FCL) war der letzte Doppel-Spieltag der Normalrunde das perfekte Ende eines perfekten Schlussspurts – 7:1 beim TuS Wiebelskirchen, 8:0 gegen Fortuna Regensburg. Der angenehme Effekt: Langenfeld brauchte nicht mehr auf die anderen Resultate zu warten. Der FCL verteidigte Platz eins und durfte sich so aussuchen, wie er im Play-Off-Halbfinale gegen den Vierten 1. BC Beuel beginnen möchte. Langenfeld beginnt erwartungsgemäß am 24. März mit dem Auswärtsspiel und bestreitet das Rückspiel dann am 25. März in der Halle am Konrad-Adenauer-Gymnasium.
„Wir haben im Moment einen guten Lauf“, meinte Günther Joppien, der Bundesliga-Obmann des FCL, „und eine absolut gigantische Rückrunde gespielt.“ Die Zahlen untermauern Joppiens Stolz, denn im zweiten Teil der Saison holte Langenfeld 14:0 Punkte. Erst vor gut einer Woche gabs das 5:3 beim Titelverteidiger und damaligen Spitzenreiter 1. BC Bischmisheim – das Signal zu weiteren großen Taten, die jetzt noch folgen sollen.
Variationen möglich
Der Meisterschafts-Anwärter untermauerte zum Abschluss erneut, was ihn vom dritten Titel träumen lässt. Das Team hat nur eine schwächere Stelle – im Damen-Einzel, wo Kamila Augustyn in den Duellen mit den stärksten Gegnern kaum punkten kann. Die Herren-Einzel mit Björn Joppien, Przemyslwa Wacha und Andreas Wölk sind ebenso erstklassig besetzt wie das Damen-Doppel (Nadiezda Kostiuczyk/Augustyn). In den Herren-Doppeln und im Mixed bieten sich sogar Variationsmöglichkeiten an.
Der FCL beherrschte sowohl Wiebelskirchen (erster Abstiegskandidat) als auch Aufsteiger Regensburg klar. Die Fortuna war ohnehin unterlegen und darüber hinaus in einigen Spielen nicht mal um richtig viel Widerstand bemüht. „Furchtbar“, fand Regensburgs Chef Dieter Sichert, „wir bekommen noch nicht mal einen Ehrenpunkt.“ Da hatte Kamila Augustyn für den FCL gerade gegen Yuan Wemiss das Damen-Einzel überraschend deutlich in zwei Sätzen für sich entschieden.
„Nehmen jeden ernst“
Fürs Halbfinale gegen den rheinischen Rivalen Beuel muss Langenfeld nach Lage der Dinge als Favorit gelten. Trotzdem verschwendet vorerst keiner einen Gedanken ans mögliche Finale gegen Bischmisheim oder die SG EBT Berlin. „Wir nehmen jede Station sehr ernst“, betont Günther Joppien. Damit ist die Mannschaft zuletzt ja auch nicht ganz schlecht gefahren.
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