Der erfüllte Traum
VON MARIAN HAMACHER - zuletzt aktualisiert: 28.08.2008Mathias Müller steht vor dem Höhepunkt seiner Karriere. Der 17 Jahre alte Langenfelder konnte sich für
die Weltmeisterschaften der Sportkegler qualifizieren – und will jetzt den Griff nach einer Medaille riskieren.Mathias Müller sitzt ganz entspannt am Tisch. Er erzählt vom Kegeln – dem Sport, der ihn seit dem achten Lebensjahr begleitet und mit dem er gerade vor der größten Herausforderung seiner Karriere steht. Mit fünf weiteren Spielern aus dem deutschen Nationalteam nimmt das 17 Jahre junge Talent der Sportkegler Langenfeld (SKL) an den Weltmeisterschaften U 18 und U 23 in Morbach in Rheinland-Pfalz teil (seit gestern/Training, Empfang und Eröffnungsfeier, bis Sonntag).
„Das ist mein Traum. Bei den Deutschen Meisterschaften im vergangenen Jahr lief es nicht ganz so gut und da hatte ich nur gehofft, mich im Nationalteam durchzusetzen. Jetzt hält sich die Vorfreude kaum noch in Grenzen“, sagt der Schüler der Marienschule in Leverkusen-Opladen. Und die Erwartungen sind hoch. „Wenn alles gut läuft, hoffe ich in beiden Disziplinen auf einen Platz auf dem Treppchen“, sagt Müller, der schon mit acht anfing, möglichst viele der neun Kegel zu Fall zu bringen. In Morbach wird er sowohl im Einzel als auch im Paarkampf starten.
Optimales Umfeld
Die Sportkegler Langenfeld (SKL) haben schon einige Nachwuchsspieler zu großen Turnieren gebracht. Im Jahr 2000 starteten Andreas Gimborn und Meri Galic international. Zwei Jahre später waren Daniel Reiser und Philipp Rimlinger bei den Weltmeisterschaften mit von der Partie.
In Morbach kann das Team mit einer perfekten Betreuung rechnen. Das Hotel liegt nur fünf Kilometer von der Halle entfernt. Den Sportlern steht dort sogar ein eigener Masseur zur Verfügung.
Premiere vor zwei Jahren
Erste Erfolge stellten sich für Matthias Müller schnell ein – wie der dritte Platz mit Andreas Weber (Langenfeld) im Paarkampf bei den Deutschen Meisterschaften 2005 (Salzgitter) und der Mannschaftstitel mit der Langenfelder U 14. Im Jahr 2006 berief ihn Bundestrainer Hans-Josef Heinrich erstmals in den Nationalkader. Dass er die gute Form gehalten hat, bewies Müller bei den jüngsten Deutschen Meisterschaften in Trier, als er in der Altersklasse U 18 auf Platz drei kam.
Um sich für die WM-Mannschaft der U 18 zu qualifizieren, mussten die Spieler erst eine interne Qualifikation überstehen (13 Kandidaten, nur fünf Plätze). „In der ersten Runde habe ich es als Achter ganz knapp geschafft“, berichtet Müller. In der zweiten Runde gelang ihm dann den Sprung unter die besten fünf. Durch die interne Veranstaltung in Morbach kennt er sich nun bereits mit der Anlage aus – ein Vorteil. „Die Bahnen fallen sehr gut, sind aber auch anspruchsvoll. Man muss über Können verfügen“, findet Mathias Müller.
Mit vollem Einsatz
Von den zwölf Teilnehmern kommen acht in den Zwischenlauf. Im Endlauf kämpfen die besten vier um den Titel. „Das Gute ist, dass man sich immer wieder nach vorne spielen kann, da die Ergebnisse der vorherigen Runde gestrichen werden. Die Nerven haben einen großen Einfluss, aber es hat auch viel mit Erfahrung zu tun. Wenn man gegen einen spielt, der länger in der Altersklasse und an knappe Situationen gewöhnt ist, muss man sich schon sehr anstrengen“, erzählt Müller – natürlich ganz entspannt.
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