kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Motorsport: Der Frust von Florida

VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 03.02.2012

Motorsport (RP). Motorsportler Jörg Bergmeister hatte sich die 24 Stunden von Daytona zum Saisonauftakt deutlich anders vorgestellt. Der Porsche 911 GT 3 Cup kämpfte mit um die Spitze – bis ein früher Zwischenfall alle Träume zerstörte.

Lichtspieltheater: Für Jörg Bergmeister und seine Teamkollegen war die Dunkelheit aber in erster Linie eine zusätzliche Herausforderung.  Foto:  Porsche AG
Lichtspieltheater: Für Jörg Bergmeister und seine Teamkollegen war die Dunkelheit aber in erster Linie eine zusätzliche Herausforderung. Foto: Porsche AG

Irgendwie sah das alles gar nicht so schlecht aus. Irgendwie durfte Jörg Bergmeister beim 24-Stunden-Rennen in Daytona (Florida) auf einen anständigen Start in die Motorsport-Saison 2012 hoffen – weil sich der vierte Startplatz für den Porsche 911 GT 3 Cup im riesigen Teilnehmerfeld sehen lassen konnte. Unter dem Strich hatte der Langenfelder aber irgendwie nichts in der Hand und nach einer aufwändigen Reise höchstens einigen Frust im Gepäck: "Das war Mist."

Den Start bekam der US-Teamkollege Patrick Long im stark besetzten GT-Feld (45 Autos) sehr anständig über die Bühne, sodass er die Arbeit am Steuer als Dritter an Mike Rockenfeller (Neuwied) übergeben durfte. Jörg Bergmeisters Teilstück für zwei Stunden stützte die Chancen weiter, denn am Ende fuhr der 35-Jährige dicht hinter dem Spitzenreiter auf Rang zwei. "Eine Platzierung auf dem Podium wäre drin gewesen", fand Bergmeister – der jedoch wenig später im Stand des Teams Flying Lizard Motorsports (Sonoma/Kalifornien) aus allen Träumen gerissen wurde.

Info

Anderer Schwerpunkt

Jörg Bergmeister ist ein regelmäßiger Gast in Daytona, wo er die 24 Stunden 2002, 2003 und 2009 sogar gewinnen konnte. Das Rennen gehört aber zur Grand American Rolex Sports Car Series, die nicht Bergmeisters Schwerpunkt ist. Ernsthafte Meisterschafts-Ambitionen verfolgt er in der American Le Mans Series.

Dort musste sich der Meister der Jahre 2005, 2006, 2008, 2009 und 2010 zuletzt nach einer sehr wechselvollen Saison mit Platz vier begnügen. Dass der ehrgeizige Langenfelder jetzt 2012 was anderes vorhat, versteht sich von selbst.

Kollision mit Folgen

Teamchef Seth Neiman, der das Fahrer-Quartett komplettierte, kollidierte bald mit einem Konkurrenten aus der Prototypen-Klasse. Der Porsche musste zur Reparatur an die Box, verlor wertvolle Zeit und fiel aussichtslos zurück. "Da war unser Rennen gelaufen", bestätigte Patrick Long. Der Rest war vor allem der Versuch, einwandfrei durch die lange Nacht zu kommen – ohne die geringste Aussicht, sich noch einmal an die Spitze heranzuarbeiten. "Uns hat auch keine Gelbphase geholfen", erklärte Jörg Bergmeister.

Kurz vor dem Ende gabs zu allem Überfluss ein technisches Problem (Servolenkung), das die von Rang 16 wieder bis auf Platz neun vorgefahrenen Lizards erneut zurückwarf. Als das Spektakel vorüber war, hatte das Team genau 706 Runden hinter sich – und damit 21 weniger als der GT-Sieger. Ein echter Trost für den Werksfahrer Bergmeister: Sein Arbeitgeber feierte in Florida einen Triumph, denn Porsche belegte trotz des Pechs bei den Flying Lizards die ersten drei Plätze.

Randvoller Terminkalender

Schmerzlindernd für Bergmeister: Daytona gehört nicht zur American Le Mans Series, in der Bergmeister bald gemeinsam mit Patrick Long seinen nächsten Titel holen möchte. Bis zum Auftakt am 17. März in Sebring (Zwölf-Stunden-Rennen) ist der Terminkalender deshalb randvoll. Nach einer kurzen Stippvisite in der Heimat fliegt der Langenfelder schon am Sonntag zurück nach Florida (Wintertests). Anschließend folgt das bei allen Fahrern beliebt-berüchtigte Fitnesscamp (diesmal auf Teneriffa). Alles dient einem Ziel: Jörg Bergmeister möchte demnächst wieder irgendwie mehr in der Hand haben.

Foto
Böses Spiel, gute Miene: Jörg Bergmeister pflegt bescheidene Ergebnisse professionell wegzustecken – um direkt wieder anzugreifen. Foto: Porsche AG
Quelle: RP


Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
"Der ganz normale Basti"

Hückeswagen

"Der ganz normale Basti"

Im Interview mit unserer Redaktion spricht der 17-Jährige über seine Musik, seine Schulzeit ... mehr 

Ratingen

Navi-Diebe auf Reisen

Der Markt, auf dem gestohlene Navigationsgeräte (Navis) und Airbags unter der Hand verkauft ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Aus der Nachbarschaft

Tippspiel

Wir suchen den EM-Experten

Deutschland Niederlande Jubel Özil Klose Müller 2011 dpa

Wer übersteht die Vorrunde? Wer schafft es bis ins Finale? Das EM-Tippspiel von RP Online gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihr fußballerisches Know-How unter Beweis zu stellen. Die besten Tipper erwarten tolle Preise. Jetzt anmelden und mitmachen! mehr 

Meistgelesen

Klose vor der Nase, Dzeko im Nacken

Mario Gomez trifft – und schmollt

Mit seinem 22. Länderspieltreffer hat Mario Gomez beim 2:0 gegen Israel seine Ansprüche in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unterstrichen. Dennoch präsentierte sich der Torjäger äußerst missmutig. mehr

 

Borussia Mönchengladbach

Anderson und Rupp kehren zurück

 

22-jährige Studentin stirbt bei Autounfall

Marina Keegans Tod bewegt das Netz

 

Notfall-Szenarien für Griechenland

Wird die neue Drachme schon gedruckt?

 

Fortuna Düsseldorf

Gerson als Lukimya-Nachfolger?

Meistkommentiert

Putins Antrittsbesuch in Berlin

Nur der Hauch einer Annäherung

Beim Antrittsbesuch von Russlands Präsident Wladimir Putin bei Angela Merkel in Berlin begrüßten sich die alten Bekannten im Kanzleramt mit Wangenkuss – doch inhaltlich blieben deutliche Differenzen. Von F. Herrmann und G. Mayntz  mehr

 
 
 

DFB-Delegation besucht Auschwitz

"Wir wollten ein Zeichen setzen"

mehr nachrichten aus langenfeld / Monheim
Her mit der Herausforderung: Daniel Harnischmacher (links) und Serdar Yol (Zweiter von rechts) zogen sich mit der SG Monheim im Januar im freundschaftlichen Vergleich mit dem Zweitligisten HSG Düsseldorf II gut aus der Affäre. Den Schwung daraus nahm der Kreisligist bis zum Aufstieg mit.

Handball

Aufstieg mit Verspätung

Handball-Kreisligist SG Monheim ist wieder in der Bezirksliga zu Hause. Der durch starken Zusammenhalt als Team überzeugende Vizemeister rückt auf, weil kein Landesligist aus dem Bergischen Kreis absteigen musste. VON robert deutzmann  mehr

 
 
 
 
 
 
Familienanzeigen
Regio-Extra