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Fußball: Der nächste Härtetest

VON ROBERT DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 26.02.2010

Fußball-Landesligist HSV Langenfeld ist trotz des 3:3 in Hilden weiterhin stark gefährdet. Deshalb soll gegen

den ebenfalls bedrohten SV Uedesheim ein Erfolg her. Trainer Guido Röhrig bleibt bei seiner neuen Viererkette.
Kopfsache: Andreas Gumilar (links) und Marian Hamacher (rechts) hatten das HSV-Mittelfeld zuletzt ganz gut unter Kontrolle.  Foto: RPO
Kopfsache: Andreas Gumilar (links) und Marian Hamacher (rechts) hatten das HSV-Mittelfeld zuletzt ganz gut unter Kontrolle. Foto: RPO

Das Experiment ist geglückt und Guido Röhrig deshalb ziemlich zufrieden. Der Trainer des Fußball-Landesligisten HSV Langenfeld hatte mit seiner Mannschaft in der Wintervorbereitung ein neues System einstudiert. Besonders die Viererkette in der Abwehr war für den HSV echtes Neuland und der Einsatz im Ernstfall deswegen besonders heikel. Daher konnten die vom Abstieg bedrohten Langenfelder mit dem 3:3 (2:1) beim SV Hilden-Nord problemlos leben. "Ich denke, das hat ganz gut funktioniert", meint Röhrig. Der eine Punkt zum Start ins Jahr 2010 brachte das Team auf dem Papier zunächst nicht viel weiter, da der HSV auf Rang elf mit 18 Zählern nach wie vor akut gefährdet aussieht – auch deshalb, weil viele der Tabellen-Nachbarn mit Nachholspielen im Rückstand liegen.

Info

Alte Verbindungen

Kurz nach der wichtigen Partie gegen Uedesheim steht für den HSV Langenfeld direkt das nächste brisante Duell an. Am 7. März (15 Uhr) gehts zum ebenfalls gefährdeten Nachbarn TuSpo Richrath an den Schlangenberg.

Trainer Gudio Röhrig sah mit Michael Dahmen (Abwehr) und Marian Zündorf (Mittelfeld) das 4:0 Richrather gegen Giesenkirchen. Heikler Punkt: Alle drei waren früher als Spieler für TuSpo aktiv.

"Ich denke aber, dass nicht viele unserer Konkurrenten gegen Hilden punkten", glaubt der HSV-Coach. Im Spiel gegen den SV Uedesheim (Sonntag, 15 Uhr, Burgstraße) soll trotzdem möglichst der nächste Sieg her. Röhrig: "Da müssen wir den Punkt gegen Hilden vergolden." Uedesheim steht momentan mit 16 Zählern auf dem 14. Platz, der am Ende der Saison nicht zum Klassenerhalt reicht. Durch einen Dreier hätte der HSV demnach einen direkten Rivalen deutlich auf Distanz gebracht.

Plan mit System

Röhrigs Elf bietet offensichtlich weiter eine Garantie auf ereignisreichen Fußball, wie auch die sechs Tore in Hilden bewiesen. Während die Abwehr nach wie vor das Sorgenkind ist, wirkt der Angriff immer gefährlich. Röhrigs Plan: Wenn sich die Akteure richtig an das neue System gewöhnt haben, soll das Spiel sogar noch etwas flüssiger laufen. Die drei Treffer gegen Hilden resultierten alle unmittelbar aus ruhenden Bällen (zwei Einwürfe, eine Ecke). Hier konnte der HSV gleichzeitig seine größte Stärke einbringen – und beinahe jedes Luftduell im gegnerischen Strafraum gewann Langenfeld. Die Tore von Christian Engels (1:0) und Stefan Laschewski (3:3) fielen jeweils per Kopf.

Genügend Personal

Personell ist die Lage an der Burgstraße entspannt wie selten. "Ich hatte am Dienstag 16 Spieler beim Training", sagt Röhrig. Es fehlten nur die verletzten Michael Mollek und Björn Kreitz sowie der in den USA weilende Tobias Kirchhoff. Die Bedingungen sind also nahezu optimal. Wenn jetzt das Ergebnis gegen Uedesheim stimmt, wird aus dem Langenfelder Experiment vermutlich ein Serienmodell.

Quelle: RP

 
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