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Handball: Der nächste Kraftakt

VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 08.10.2011

Handball (RP). Handball-Oberligist SG Langenfeld hat 6:0 Punkte für den Klassenerhalt im Rücken. Die Partie gegen die SG Dülken gilt deshalb als Spitzenspiel, für das Trainer Heino Kirchhoff und sein Team wieder personell improvisieren müssen.

Unhaltbar: Aufsteiger Langenfeld hofft sehr, dass Rückraumspieler Fabian Düllberg (links) bald ins Oberliga-Geschehen eingreifen kann.  Foto:  Matzerath (ARCHIV)
Unhaltbar: Aufsteiger Langenfeld hofft sehr, dass Rückraumspieler Fabian Düllberg (links) bald ins Oberliga-Geschehen eingreifen kann. Foto: Matzerath (ARCHIV)

Das ist irgendwie eine echte Überraschung und doch ein richtiges Spitzenspiel. Der Handball-Oberligist SG Langenfeld (SGL) liegt mit 6:0 Punkten an der Tabellenspitze – und heute (18.30 Uhr, Halle am Konrad-Adenauer-Gymnasium) trifft der Aufsteiger auf den Sechsten SG Dülken (4:2), der kürzlich mit seinem 34:31 über den Titelkandidaten DJK Adler Königshof ein Ausrufezeichen setzte. Daraus folgt wenigstens, dass sich Langenfeld auf viel Arbeit einrichten muss. Außerdem dürfte eine Steigerung dringend erforderlich sein.

"Wir spielen im Moment einfach schlecht", bestätigt Trainer Heino Kirchhoff, der gerade mit dem 31:29 vom vergangenen Wochenende bei der SG Solingen BHC 06 II gar nicht zufrieden sein konnte. Von vorne bis hinten tat sich eine breite Fehlerpalette auf, die am Ende beinah zur Wende geführt hätte. Glück für Langenfeld: Solingen bot eine noch größere Quote an Ballverlusten oder vergebenen Chancen.

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Die Rekordserie

Darin sind sich alle einig: "Irgendwann wird es passieren." Gemeint ist die erste Niederlage seit dem 27. Februar 2010, als Langenfeld in der Verbandsliga beim TSV Aufderhöhe mit 25:31 unterlag. Nachher blieb das Team um Trainer Heino Kirchhoff in der Meisterschaft ungeschlagen.

Die folgenden 35 Partien brachten drei Unentschieden und 32 Siege – was 67:3 Punkte und 1100:790 Tore bedeutet. Pro Begegnung ergibt sich daraus ein Wert von 31,42:22,57 Treffern (plus 8,85).

Beim Erforschen der Ursachen für die oft stückwerk-artigen Auftritte rückt in erster Linie das spielende Personal in den Mittelpunkt, das in den vergangenen Wochen und Monaten kaum mal komplett war. Ein Beleg dafür ist Dawid Rosiak, der vor dem Meisterschaftsstart wegen starker Rückenbeschwerden immer wieder pausierte.

Drohende Überbelastung

Nun ist der Rückraumspieler praktisch doppelt gefordert, weil Fabian Düllberg (Muskelfaserriss) noch keine Minute auf dem Feld stand. "Dawid und Christian Majeres sind überbelastet", sagt Kirchhoff. Gerade Linkshänder Majeres ist allerdings auf der rechten Seite mit bisher 23 Treffern zugleich der überragende Spieler seines Teams.

Vieles spricht dafür, dass Langenfeld die Kunst des Improvisierens eine ganze Weile pflegen muss. Deshalb gabs jetzt eine Umstellung für die Trainingseinheiten: "Wir werden deutlich weniger Spielzüge üben – aber die immer wieder." Die Lösung hat was, weil der Kader vorläufig unvollständig bleiben wird: Matthias Herff (Kreuzband), Alexander Klimke (Rücken) und Stefan Wagener (Bauchmuskel) liegen komplett auf Eis, während Kai Wille (Leiste) in Solingen passen musste. Fabrice Voigt (Knie, Rücken) will es trotz anhaltender Schmerzen nach Möglichkeit probieren.

Knackiger Rückraum

Von den Gästen aus Dülken hält Kirchhoff nach intensivem Studium viel: "Die sind richtig stark und haben viel Durchsetzungsvermögen sowie knackige Schüsse aus dem Rückraum und einen starken Kreisläufer." Langenfeld wird sich dagegen in erster Linie durch eine stabile Abwehr und in zweiter durch sichere Aktionen nach vorne wehren müssen. Sonst droht womöglich eine böse Überraschung.

Quelle: RP


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