Badminton: Der zerstörte Traum
VON NICOLE SCHARFETTER - zuletzt aktualisiert: 13.02.2012Badminton (RP). Badminton-Regionalligist FC Langenfeld wird den erhofften Aufstieg zur 2. Bundesliga verschieben müssen. Nach dem 3:5 gegen den Ersten TV Refrath II bleiben höchstens noch verschwindend kleine theoretische Chancen.
Die Dramatik im Spitzenspiel war kaum zu überbieten und das Duell stand von Beginn an auf des Messers Schneide – hatte aber für den Badminton-Regionalligisten FC Langenfeld (FCL) kein sportliches Happy End. Nach dem 3:5 gegen den TV Refrath II besitzt der Zweite FCL zwei Runden vor dem Ende der Saison 2011/2012 keine realistische Chance mehr, den Aufstieg zur 2. Bundesliga zu verwirklichen. Einer der Gründe für die Niederlage: Refrath hatte tatsächlich ein Ass aus dem Ärmel gezogen und eigens für diese Partie in Yogendran Krishnan einen zweiten Malaysier einfliegen lassen. Darüber ärgerte sich FCL-Teammanager Günther Joppien extrem: "Wir haben zwar im Vorfeld damit gerechnet, aber dieser Trumpf ist an der Grenze der Sportlichkeit."
Stand der Dinge
Der FC Langenfeld muss sich für den Rest der Regionalliga-Saison 2011/2012 an einen dünnen Strohhalm klammern. Rhein theoretisch könnte der Zweite bei 20:4 Punkten den Spitzenreiter TV Ref-rath II (23:1) noch abfangen.
Langenfeld spielt am 24. März beim Dritten TV Emsdetten und am 25. März gegen den Sechsten STC BW Solingen II. Refrath II müsste zweimal stolpern – was allein deshalb unwahrscheinlich ist, weil als nächster Gegner der Letzte 1. BC Beuel II wartet.
Wechselbad der Gefühle
Dunkle Wolken zogen früh auf, weil der FCL die ersten drei Spiele verlor – erstes Herren-Doppel, zweites Herren-Doppel, Damen-Doppel. Hoffnung gab es erst, als Fabienne Deprez im Damen-Einzel gewann und auf 1:3 verkürzte. Diesem Beispiel folgten Maxime Moreels (erstes Herren-Einzel) und Ryan McCarthy (drittes Herren-Einzel), sodass die Welt beim 3:3 wieder freundlicher für Langenfeld aussah. Die Entscheidung musste nun in den beiden letzten Spielen fallen – im zweiten Herren-Einzel mit Anton Kaisti und im Mixed mit Mike Joppien/Deprez. Langenfeld brauchte beide Zähler und das 5:3, weil ein 4:4 nicht gereicht hätte.
"Toll zurückgekämpft"
Kaisti wehrte sich gegen den Malaysier Jiann Shiarng Chiang, verlor aber in zwei Sätzen. Weil auch Joppien/Deprez unterlagen, blieb dem FCL letztlich nicht mal ein Punkt. Trotz des enttäuschenden Resultats war Günther Joppien später allerdings weit davon entfernt, dem Team einen Vorwurf zu machen: "Die Mannschaft hat sich toll zurückgekämpft und damit einen spannenden Auftritt gezeigt."
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