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Fassungslos: „Eigene Dummheit“

VON HOLGER BESSLICH - zuletzt aktualisiert: 13.08.2007

Das Lokalderby bei den Düsseldorf Panthern brachte den Langenfeld Longhorns in der 2. Football-Bundesliga Nord eine ebenso schmerzhafte

wie unnötige 13:16-Niederlage. Das Team um Headcoach Michael Hap führte kurz vor Schluss mit 13:10, leistete sich dann aber folgenschwere Fehler.
Seh ich richtig? Headcoach Michael Hap traute seinen Augen nicht. Dafür fand er später klare Worte: „Wenn du nur zwei Touchdowns gegen die Panther reinbekommst, musst du hier gewinnen – ohne Wenn und Aber.“  Foto: RPO
Seh ich richtig? Headcoach Michael Hap traute seinen Augen nicht. Dafür fand er später klare Worte: „Wenn du nur zwei Touchdowns gegen die Panther reinbekommst, musst du hier gewinnen – ohne Wenn und Aber.“ Foto: RPO

Die Langenfeld Longhorns brachten sich im Derby der 2. Football-Bundesliga Nord bei den Düsseldorf Panthern selbst um den Sieg. Das Team um Longhorns-Headcoach Michael Hap gab eine 13:10-Führung in den letzten 55 Sekunden aus der Hand und verlor unnötig mit 13:16 (7:7, 6:0, 0:0, 0:9). „Wir sind an eigener Dummheit gescheitert. Die Jungs hatten die Partie nach den ersten Punkten für Düsseldorf im Griff. Am Ende hat die Defense geschlafen und uns die Cleverness gefehlt“, urteilte der Vorsitzende Heiko Rudolph, der das Aus kaum nachvollziehen konnte.

Pass- und Laufspiel der Gäste waren in der Partie beim Rekordmeister variabel und mit Überraschungen gespickt. Trotzdem holten die Panther die ersten Punkte. Nachdem Langenfelds Quarterback Timothy Scheurich das Leder-Ei in die Arme des Düsseldorfers Torge Hundsdörfer geworfen hatte, folgte die Führung der Gastgeber. Runningback Christian Poschmann lief über zehn Yards in die Endzone, Markus de Haer verwandelte den Zusatzversuch – 7:0.

Info

Die letzten Auftritte

Sollten die rheinischen Nachbarn am Ende der Saison punktgleich sein, liegen die Longhorns (jetzt 16:4 Zähler) in der Tabelle auf jeden Fall besser als Düsseldorf (11:9). Nach dem 27:21 aus der Hinrunde spricht der direkte Vergleich knapp für Langenfeld.

Am 25. August (16 Uhr) beginnt für die Longhorns der Schlussspurt mit drei Heimspielen hintereinander. Erster Gegner sind die Troisdorf Jets. Die vor zwei Monaten (16. Juni) ausgefallene Partie bei den Berlin Rebels wird voraussichtlich ersatzlos gestrichen.

Pass zum Ausgleich

Scheurich, ziemlich unbeeindruckt von der missratenen Aktion zuvor, leitete durch seinen Pass über acht Yards auf Christian Richter den Anschluss ein, ehe Bastian Neukötter den Extra-Punkt zum 7:7 beisteuerte. Im zweiten Viertel tankte sich Aaron Brown über einen Yard zum 13:7 in die Endzone der Panther. Kicker Neukötter scheiterte diesmal beim Zusatzversuch. Zwei Fieldgoal-Versuche der Platzherren (jeweils de Haer) schlugen in der ersten Halbzeit ebenfalls fehl.

Nach der Pause neutralisierten sich die beiden Mannschaften weitgehend – bis Markus de Haer in der Mitte des vierten Viertels ein weiteres Fieldgoal probierte, Erfolg hatte und seine Panther auf 10:13 heranbrachte. Obwohl die Langenfelder jetzt wieder den Ball hatten, gelang es ihnen nicht, den Vorsprung über die Zeit zu retten.

Schnitzer der Defense

Der Tabellenzweite verlor das Angriffsrecht 55 Sekunden vor Schluss – und es sollte noch bitterer kommen. Ein Lauf ihres Nachwuchs-Quarterbacks Fabian Schorn über 35 Yards bescherte den Panthern das 16:13 – genau 22 Sekunden vor Schluss. Die Longhorns-Defense fand ausgerechnet hier überhaupt nicht statt. „Wir waren zu nervös. Vor allem mit den unnötigen Strafen haben wir uns das Punkten schwer gemacht. Dazu haben wir viele Fehler durch Unachtsamkeiten gemacht“, fand Rudolph.

Quelle: RP

 
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