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Fußball: Geschenke-Festival

VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 26.02.2010

Fußball-Landesligist TuSpo Richrath holte mit dem 4:0 gegen den Letzten DJK/VfL Giesenkirchen drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Das Team um Trainer Ganija Pjetrovic brauchte nur auf die Fehler des Gegners zu warten.

So geht das! Pasquale Rizzelli war zwei Mal im richtigen Moment zur Stelle und zeigte damit deutlich, wie wertvoll er für Richrath ist.  Foto: RPO
So geht das! Pasquale Rizzelli war zwei Mal im richtigen Moment zur Stelle und zeigte damit deutlich, wie wertvoll er für Richrath ist. Foto: RPO

Wer im Kampf um den Klassenerhalt steckt, dürfte sich um die Schönheit des Fußballs kaum scheren. Der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath tut aber gut daran, das 4:0 (2:0) im Nachholspiel gegen den Tabellenletzten DJK/VfL Giesenkirchen richtig einzuordnen, denn einfacher wirds vermutlich nie mehr drei Punkte geben. "Wir haben Luft nach oben", fand Trainer Ganija Pjetrovic, dessen Mannschaft von Rang 14 auf den zwölften Tabellenplatz kletterte und so zumindest vorübergehend die Abstiegsplätze verlassen konnte.

Ob das wegen finanzieller Zwänge in der Winterpause stark umgebaute TuSpo-Team tatsächlich vom sicheren Klassenerhalt ausgehen kann, werden trotz allem erst die kommenden Aufgaben zeigen. Die ersten 20 Minuten der Partie verstrichen schließlich ergreifend ereignislos. Giesenkirchen begann sogar strukturierter, hatte aber fast jede Torgefahr zu Hause gelassen. Einen Schuss-Versuch (22.) wehrte Max Schneider für TuSpo vor der Linie ab – mehr hatte das Schlusslicht über 90 Minuten nicht zu bieten.

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Verschiebe-Bahnhof

Richraths größtes Problem war die Besetzung der Defensive und besonders die Suche nach einem Abwehrchef. Manndecker Tobias Ockenfels, der hinten gesetzt gewesen wäre, musste ebenso passen (Bronchitis) wie Nils Esslinger (Knie) im Mittelfeld.

Noch in der ersten Halbzeit baute TuSpo die Mannschaft um. Max Schneider rückte ein Stück weiter vor, während der gewöhnlich offensiv tätige Kapitän Matthias Castens hinten alles organisierte – was diesmal keine Kunst war.

Not besiegt Elend

Dafür drückte jetzt die Defensive der Gäste dem Geschehen ihren Stempel auf. Ergebnis: Die Not der Richrather wurde gemildert und das Elend des Gegners immer größer. Einen der krassen Giesenkirchener Patzer im Aufbau nutzte Sebastian Milinski zur Hereingabe auf Pasquale Rizzelli – 1:0 (26.). Matthias Castens (29.), Milinski (33.) und Rizzelli (38.) standen bereits vor dem zweiten Treffer, ehe ein überflüssiges Foul an Sebastian Milinski das 2:0 einleitete. Francesco La Rosa ließ sich beim folgenden Elfmeter nicht lange bitten und machte noch vor der Pause alles klar (40.).

Beim 3:0 (51.) für die Hausherren durfte sich der eingewechselte Lars Sczyrba sogar zweimal Zeit für seinen Treffer nehmen. Kurz darauf bediente Milinski, der auffälligste Richrather, mit einer weiten Hereingabe erneut den sträflich ungedeckten Kollegen Rizzelli, der locker das 4:0 nachlegte (57.). Der Rest des Abends verstrich wieder in Ereignislosigkeit und für Aufregung sorgte vor allen Dingen die eine oder andere Abseits-Situation.

"Aggressiv aufgetreten"

Pjetrovic stimmte besonders die Einstellung seiner jungen Mannschaft (Durchschnittsalter 22,5 Jahre) zufrieden: "Mir hat gefallen, wie aggressiv wir aufgetreten sind." Was der Auftritt wirklich wert war, dürfte sich bereits am Sonntag (15 Uhr) beim Rheydter SV zeigen, der mit Giesenkirchen was gemeinsam hat. Beide Klubs sind in der Stadt Mönchengladbach zu Hause. Aber Rheydt hat auf Platz 13 nur einen Punkt weniger als TuSpo und alle Chancen zum Klassenerhalt. Die Wette gilt, dass diese Aufgabe um Lichtjahre kniffliger wird.

Quelle: RP

 
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