Badminton: Kurs-Bestimmung
VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 06.11.2008Badminton-Bundesligist FC Langenfeld steht gegen den 1. BC Beuel vor einer echten Herausforderung und bei
Fortuna Regensburg vor einer Pflicht-Aufgabe. Doch weil die Russin Ella Diehl fehlt, wird vieles komplizierter.Badminton-Bundesligist FC Langenfeld (FCL) steuert nach den ersten fünf Spieltagen voll auf dem Kurs zur Play-Off-Runde. Die Bilanz enthält von jedem etwas – positive Überraschungen wie den 5:3-Sieg vom Saisonbeginn beim Titelkandidaten SG EBT Berlin und negative wie das 3:5 beim Aufsteiger BV Gifhorn. Unter dem Strich heben sich beide Resultate in der Wirkung fast wieder auf. Günther Joppien, der Bundesliga-Obmann des FCL, wirkt deshalb vor dem Abschluss der Hinrunde auch gelassen: „Ich mache mir gar keine Gedanken. Wir liegen noch immer voll im Soll.“ Der doppelte Spieltag am Samstag (15 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) gegen den ewigen rheinischen Rivalen 1. BC Beuel und am Sonntag (13 Uhr) beim SV Fortuna Regensburg fällt aber aus dem Rahmen. Das Duell mit Beuel dürfte sogar zum ersten Heimspiel-Höhepunkt in der laufenden Saison werden.
Krasse Gegensätze
Der FC Langenfeld – selbst mit 7:3 Punkten auf Rang drei – bekommt es mit zwei Extremen zu tun. Tabellenführer Beuel hat noch keinen Zähler abgegeben (10:0), der Letzte Fortuna Regensburg noch keinen geholt (0:10).
Deshalb sieht die Rechnung recht simpel aus. Eine Niederlage gegen Beuel richtet dann keinen Schaden an, wenn in Regensburg ein Sieg folgt. 9:5 Zähler aus der Hinrunde wären ordentlich.
„Immer was Besonderes“
Bisher gaben lediglich Teams aus der unteren Tabellenhälfte ihre Visitenkarte in Langenfeld ab. Beide Auftritte endeten mit glatten Siegen – 6:2 gegen den SC Union Lüdinghausen, 6:2 gegen den VfL 93 Hamburg. Nun gehts gegen den Nachbarn aus Bonn, der als einziges Team der Klasse noch ungeschlagen ist und damit ein echter Leistungs-Maßstab. „Spiele gegen Beuel haben immer was Besonderes“, weiß Günther Joppien.
Fürs Außergewöhnliche dürften vor allen Dingen die beiden Top-Leute in den Herren-Einzeln zuständig sein. Przemyslaw Wacha (FCL), die Nummer zwölf der Weltrangliste, hats mit dem Deutschen Meister Marc Zwiebler zu tun, der auf Position 29 der Welt geführt wird. Beide sind für spektakuläre Duelle mit einem offenen Ausgang gut. Langenfeld hofft, dass Wacha zusammen mit Björn Joppien vorne den Grundstein für ein ordentliches Ergebnis legt. „Ich denke an ein 4:4“, sagt Günther Joppien.
Quartett unter Druck
Die Zurückhaltung kommt nicht von ungefähr, denn der FCL muss erneut auf Ella Diehl verzichten, die momentan in Moskau bei den Russian Open spielt und dort beste Aussichten hat, weit zu kommen. Ohne die 30-Jährige sind die Aussichten fürs Damen-Einzel und Damen-Doppel kleiner. Deshalb müssen es besonders Wacha, Björn Joppien, Mike Joppien und Thorsten Hukriede richten. Sollte es aber nach einer unterhaltsamen Partie nicht reichen, kann der FCL damit wohl ganz gut leben – weil er ja noch immer voll im Soll liegt.
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