Handball: Lauter Volltreffer
VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 20.12.2011Handball (RP). Handball-Oberligist SG Langenfeld beendete das Jahr mit einem 31:25-Sieg bei TuSEM Essen II. Der Aufsteiger bot eine starke Partie und Trainer Heino Kirchhoff bescheinigte seiner Mannschaft sogar eine beeindruckende Leistung.
Es war der perfekte Schlusspunkt am Ende eines fast unglaublichen Jahres für den Handball-Oberligisten SG Langenfeld (SGL) und Trainer Heino Kirchhoff naturgemäß bestens gelaunt. Durch den 31:25 (18:10)-Erfolg bei TuSEM Essen II kletterte der Aufsteiger zurück auf den vierten Platz – wo er mit 18:8 Punkten sicher gelassen auf die Fortsetzung der Meisterschaft im Jahr 2012 warten kann. "Das ist beeindruckend", sagte Chef-Kritiker Kirchhoff, der am Auftritt sehr wenig auszusetzen hatte, "alle unsere Maßnahmen haben richtig gut funktioniert."
Eine ganz starke Note verdiente sich hier unter anderem der zuletzt eher in der zweiten Reihe stehende Keeper Christian Wansing, der bis zur 45. Minute eine Reihe erstklassiger Paraden zeigte. Seine Form passte außerdem bestens zur Abwehr, der Kirchhoff teilweise die Spitzennote gab: "Das war in der ersten Hälfte eine Top-Leistung." Deshalb bekam Langenfeld das junge Essener Team auch Stück für Stück in den Griff, ehe sieben Treffer in Folge aus dem 9:8 (19.) den 16:8-Vorsprung machten (27.).
Richtig angekommen
Der erste Teil des Handball-Jahres fand für Langenfeld in der Verbandsliga statt. Dort holte der Meister aus 14 Spielen genau 27:1 Punkte. Die bisher 13 Oberliga-Aufgaben brachte trotz vieler personeller Nöte 18:8 Zähler.
Insgesamt ergeben sich daraus 45:9 Punkte. Trainer Heino Kirchhoff ist stolz aufs Erreichte: "Die Jungs haben die Anpassung geschafft. Wir haben schon wieder eine große Sicherheit erreicht."
Wirkungsvolle Wechsel
Dass sich Langenfeld absetzen konnte, hatte viel mit einem deutlich harmonischeren Angriffsverhalten zu tun, denn vieles wirkte viel flüssiger als zuletzt. Kirchhoff: "Genau das hatten wir uns vorgenommen." Außerdem konnten sich die Hausherren nie lange auf die SGL einrichten, die viel wechselte – und direkt zu Beginn einer erstaunlichen Formation vertraute. Da standen mit Keeper Wansing noch Andreas Nelte, Vinzenz Preissegger und Dawid Rosiak auf dem Platz – komplettiert durch die zuletzt nicht immer überzeugenden oder seltener eingesetzten Christian Majeres, Tim Schickhaus und André Eich. Stammspieler wie Fabian Düllberg kamen erst später zum Zug und waren dann ebenfalls Volltreffer.
Weil Essen seine Abwehr nachher immer offensiver baute, hatte die SGL ebenfalls permanent neue Aufgaben zu lösen und beim 26:22 (48.) waren nur vier Tore Vorsprung übrig. In Gefahr geriet der Sieg allerdings nicht und spätestens das 30:23 (56.) beseitigte letzte Zweifel. "Das war am Ende des Jahres auch von der Psyche her eine großartige Leistung", fand Kirchhoff, "und jetzt haben wir im nächsten Jahr alles selbst in der Hand. Alle Spitzenteams kommen ja noch zu uns."
Kurs zum Klassenerhalt
Letzteres war aber eher ein vorweihnachtlicher Scherz, denn niemand bei der SGL rechnet sich eine Titelchance aus. Dass die Mannschaft am Ende eines perfekten Jahres so sicher auf den Klassenerhalt zusteuert, ist unglaublich genug.
SGL: Bremer, Wansing – Majeres (1), Rosiak (8/2), Preissegger (3), Jechorek, Justen (1), Eich, Düllberg (5), Wagener (1), Felder, Körner (2), Nelte (8), Schickhaus (2).
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