Badminton: Mathematik-Stunde
VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 04.12.2008Badminton-Bundesligist FC Langenfeld will unbedingt die Play-Off-Runde erreichen. Deshalb wäre im Spiel
gegen die SG EBT Berlin auch ein Unentschieden ein Erfolg. Das 5:3 aus der Hinrunde ist ohnehin kein Maßstab mehr.Das Rennen beginnt praktisch von vorne und der Badminton-Bundesligist FC Langenfeld (FCL) muss alles genau nachhalten. Vor dem Start in die Rückrunde liegt der Deutsche Meister von 1989 und 2004 auf Rang vier – und damit auf Play-Off-Kurs. Was aber zuerst als selbstverständlich galt, ist durchaus gefährdet. Die 7:5 Punkte aus sechs Hinrunden-Begegnungen sind kein sanftes Ruhekissen und vor dem Spiel gegen die SG EBT Berlin (Sonntag, 14 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) gibt es ernsthafte Konkurrenz.
Vorne haben sich Tabellenführer 1. BC Beuel (10:2 Punkte) und Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim (9:3) ein kleines Stück abgesetzt. Dahinter streiten drei Teams ernsthaft um die verbleibenden zwei Ränge und alle drei bringen 7:5 Zähler ein. Der Dritte Berlin wird die Fahrkarte zur Endrunde, in der die vier besten Teams den Meister ermitteln, vermutlich ebenfalls relativ einfach (nach-) lösen. Der Titelkandidat aus der Hauptstadt war schließlich am Anfang der Saison personell stark gehandicapt.
Von Woche zu Woche
Gewinnt der FC Langenfeld (FCL) gegen Berlin, ist er sein riesiges Stück weiter. Auch ein Unentscheiden reicht, um den vierten Rang zu verteidigen. Gibts aber eine Niederlage, ist Langenfeld seine Position los. Denn der starke Aufsteiger BV Gifhorn (Fünfter/zurzeit ebenfalls 7:5 Punkte) ist an diesem Wochenende spielfrei.
Am 14. Dezember siehts dann anders aus. Der FCL tritt beim Sechsten SC Union Lüdinghausen (2:10) als Favorit an. Gifhorn erwartet dann den Meister aus Bischmisheim. Auf jeden Fall bleibt es vorläufig spannend.
Aufgabe schwieriger
Davon profitierte am ersten Spieltag der FC Langenfeld, der damals in Berlin überraschend mit 5:3 gewann. EBT trat seinerzeit zum Beispiel ohne den Malaysier Wong Choong Hann und ohne Nicole Grether an. „Die waren arg gebeutelt. Jetzt wird es ungleich schwieriger“, weiß Günther Joppien. Der Langenfelder Bundesliga-Obmann denkt jedoch nicht daran, schon vorher aufzugeben – im Gegenteil: „Man soll nie nie sagen. Potenzial ist bei uns genug da. Ich rechne mir Chancen auf ein Pünktchen aus.“
Ersatz für Andreas Wölk
In der optimalen Besetzung wird der FCL allerdings wieder nicht antreten. Linkshänder Andreas Wölk kommt erst am Spieltag aus einem Urlaub zurück. „Wir setzen nur vier Herren ein“, sagt Günther Joppien. Wölks Platz im dritten Herren-Einzel geht entweder an Mike Joppien oder an Thorsten Hukriede. Gemeinsam mit Przemyslaw Wacha, Björn Joppien, Ella Diehl und Kathrin Wanhoff möchten die beiden Routiniers auf jeden Fall das maximal mögliche Resultat erzielen.
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