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Volleyball: Meister: Erst Chaos, dann nur noch Jubel

VON CHRISTIAN EHLERS - zuletzt aktualisiert: 11.03.2010

Die Bezirksliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld II (SGL) sind am Ziel und der große sportliche Traum ist wahr geworden. Das Team von Trainer Stephan Schumacher gewann am letzten Spieltag 2009/2010 trotz einer streckenweise richtig chaotischen Vorstellung mit 3:0 (25:23, 25:22, 25:23) gegen die Velberter SG und sicherte sich nach zwei vergeblichen Versuchen im dritten Anlauf den Aufstieg zur Landesliga.

Manchmal muss es eben Sekt sein: Der künftige Landesligist gönnte sich einen guten Aufstiegs-Schluck. Foto: RPO

Bei 34:2 Zählern verwies Langenfeld, das bloß eine Niederlage einstecken musste, den Remscheider TV (32:4) auf Rang zwei – obwohl Remscheid in den direkten Vergleichen einen Tick vorne lag (Hinrunde 3:2 für SGL, Rückrunde 3:0 für den Vizemeister).

Der Tabellenführer wirkte von Beginn an nervös – vielleicht gerade deshalb, weil die Lage so klar war. Im Fernduell mit dem Verfolger wäre ein Erfolg die optimale Lösung gewesen. Im schlechtesten Fall hätte wegen des besseren Satzverhältnisses (vorher 48:10 gegen 48:15) jedoch selbst eine knappe Niederlage zur Meisterschaft gereicht.

Schwach bis zum Schluss

Eine halbwegs normale Form erreichten die Gastgeberinnen, die zwischenzeitlich mit fünf Punkten Differenz zurücklagen, erst gegen Ende des ersten Satzes. Obwohl es dann tatsächlich zur Wende reichte (25:23), blieb der Spitzenreiter mit einer miserablen Vorstellung ein Schatten seiner selbst. Selbst die Versuche, über Wechsel etwas zu bewegen, gingen nicht auf. In der entscheidenden Phase riss sich das Team allerdings zusammen brachte auch den zweiten Durchgang durch(25:22). Nach dem letzten Ball wars bereits geschafft und jetzt herrschte grenzenloser Jubel.

Meisterlich wurde der finale Auftritt des Aufsteigers trotzdem nicht mehr. Erst war die Anspannung zu groß, dann auf einmal ganz weg. Darüber hinaus konnte der fehlende SGL-Trainer Stephan Schumacher (bei einem Lehrgang beschäftigt) zu keinem Zeitpunkt direkt helfend eingreifen. Die kurzfristig erfolgte Verlegung der Partie (aus der kleinen Halle am Konrad-Adenauer-Gymnasium in die deutlich höhere Halle Hinter den Gärten) machte der SGL ebenfalls zu schaffen, weil der Gegner jetzt wesentlich mehr Bälle abwehren und erkämpfen konnte. Am Ende störte das sehr durchwachsene Saisonfinale jedoch keinen besonders lange. Kein Wunder: Der große Traum war plötzlich Wirklichkeit.

Quelle: RP

 
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