Skaterhockey: Meisterschafts-Krimi
VON CHRISTIAN EHLERS - zuletzt aktualisiert: 16.10.2007Die Skaterhockey-Damen der SG Langenfeld Devils verkauften sich im ersten Play-Off-Halbfinale bei den Mendener Mambas ausgesprochen gut. Nach einer packenden Partie gabs erst spät eine 7:10-Niederlage.
Das erste Play-Off-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft war ein Krimi der Extraklasse. Für die ersten Skaterhockey-Damen der SG Langenfeld Devils gabs im Spiel bei den Mendener Mambas zwar kein Happy End, doch das unermüdlich kämpfende Team um Trainer Lars Kehren trug entscheidend zu einer äußerst spannenden Partie bei. Am Ende scheiterte Langenfeld allein an der größeren Erfahrung des klaren Favoriten Menden – 7:10 (2:4, 4:3, 1:3).
Beide Seiten lieferten sich von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Die Devils hielten dagegen – obwohl die Torhüterinnen Sabine Fach und Nina Heuser (erkrankt) nicht zur Verfügung standen. Dafür lieferte Keeper-Neuling Stephanie Hundt (zweite Mannschaft) allerdings eine Top-Leistung ab. Die Aushilfe und ihre Vertreterin Melanie Malewski sprangen erfolgreich ins kalte Erstliga-Wasser.
Noch alles offen
In der Play-Off-Runde um die Deutsche Meisterschaft gilt der Modus „Best of Three“. Zum Weiterkommen sind demnach zwei Siege erforderlich. Die Devils könnten am Sonntag (17 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) im zweiten Halbfinale ausgleichen. Dann wäre ein dritte Partie nötig (28. Oktober in Menden).
Mögliche Final-Gegner für Langenfeld oder die Mambas sind die Duisburg Ducks und die Bochum Lakers. Duisburg hat nach dem 5:3 vom ersten Spiel in Bochum gute Chancen aufs Finale.
Rückstand kein Problem
Stefanie May brachte Langenfeld mit 1:0 in Führung (5.). Die Mambas drehten den Spieß zum 1:1 (7.) und 2:1 um (12.), ehe Jana Bagusat beinahe postwendend für die Devils-Damen ausglich – 2:2 (12.). Noch vor der ersten Drittelpause gelang Menden per Doppelschlag das 3:2 (15.) und 4:2 (16.). Kehrens Mannschaft gab jetzt allerdings keineswegs auf. Im Gegenteil: Sie steckte selbst das 2:5 (21.) weg.
Mia Baguast und Vera Richter verkürzten in der 27. Minute auf 4:5. Die Mambas antworteten mit dem 6:4 (30.), bevor Jana Bagusat (32.) und Vera Richter (35.) mit dem 6:6 für noch mehr Knistern in der Halle sorgten. Mendens starke Nationalspielerin Meike Zöpnek (sechs Treffer/an zwei weiteren Toren beteiligt) besorgte Menden die erneute Führung – 7:6 (36.).
Vergebener Penalty
Durch den 7:7-Ausgleich von Mia Bagusat (41.) kam Langenfeld noch einmal zurück. Nach dem 7:8 (44.) vergaben die Devils-Damen einen Penalty (wegen eines Fouls) und somit die Chance zum 8:8. In den letzten Minuten neigte sich die Waage entscheidend – 7:9 (57.), 7:10 (60.).
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