Badminton: Nur vom Feinsten
VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 17.11.2006Badminton-Bundesligist FC Langenfeld steht morgen im Heimspiel gegen Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim vor einem Duell der Superlative. Die Partie am Sonntag beim Vizemeister SG EBT Berlin düfte kaum einfacher werden.
Leistungs-Nachweis
Thorsten Hukriede und Mike Joppien sind beim FC Langenfeld fürs zweite Herren-Doppel zuständig. Die beiden bewiesen erst kürzlich, dass ihre Form durchaus stimmt – beim Ranglisten-Turnier des Deutschen Badminton-Verbandes in Mülheim.
Die Langenfelder, auf Position zwei gesetzt, erreichten das Endspiel gegen Maurice Niesner/Leif-Olav Zöllner (BV Gifhorn/eins). Der 21:16, 21:15-Sieg für Hukriede/Joppien war eine klare Sache.
Viel Besseres hatte die Badminton-Bundesliga wohl noch nie zu bieten. Der FC Langenfeld (FCL) trifft am Doppelspieltag morgen (15 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasjum) zuerst auf den Titelverteidiger und Tabellenführer 1. BC Bischmisheim. Dann muss er am Sonntag (14 Uhr) beim Vizemeister SG EBT Berlin antreten. Mit etwas Verspätung kommts jetzt zum ersten richtigen Leistungstest. Kürzlich beim 4:4 gegen den 1. BC Beuel hatte dem FCL noch sein Damen-Doppel mit Kamila Augustyn/Nadiezda Kostiuczyk gefehlt.
Die beiden Polinnen waren damals immerhin aus einem guten Grund verhindert. Bei den Danish Open in Aarhus erreichten sie das Finale – und gewannen das Grand-Prix-Turnier der Fünf-Sterne-Kategorie sogar. Nun ist erst recht nachvollziehbar, dass der FCL in seine Frauen-Fraktion besonders große Hoffnungen setzt. Im Damen-Doppel und im Mixed sind die Chancen besser als in der vergangenen Saison. „Wir gewinnen gegen Bischmisheim mit 5:3“, tippt Günther Joppien, der optimistische Bundesliga-Obmann des FCL.
Titel ohne Ende
Das Spiel gegen den Titelverteidiger wird ein Duell der Superlative. Auf beiden Seite stehen vorne reihenweise Klasse-Leute. Björn Joppien (FCL) ist Deutscher Meister im Herren-Einzel, Teamkollege Przemyslaw Wacha die Nummer eins in Polen. Bischmisheim kommt mit der Deutschen Meisterin und Weltmeisterschafts-Dritten Xu Huaiwen, die zuletzt allerdings wegen einer Oberschenkel-Verletzung pausieren musste. Mehrere nationale Titel haben außerdem Kristof Hopp und die Ex-Langenfelderin Kathrin Piotrowksi auf ihrem Konto.
Berlin muss auf seine Nationalspielerin Juliane Schenk verzichten, die wegen einer langwierigen Schulterverletzung momentan keine Wettkämpfe bestreitet. Der Rest des EBT-Teams hats jedoch immer noch in sich. An der Spitze des Herren-Aufgebots steht der Chinese Xuan Chuan, der Björn Joppien alles abverlangen wird – ausgerechnet jetzt. Denn der erkrankte Langenfelder trat in dieser Woche im Training unfreiwillig kürzer.
Appetit auf mehr
Aus der vergangenen Saison hat der FCL mit Berlin eine Rechnung offen. Im Play-Off-Halbfinale gabs schließlich zweimal ein 4:4. Und am Ende zog Langenfeld in der Addition der Sätze knapp mit 16:17 den Kürzeren. Mit einem weiteren 4:4 könnte diesmal wohl alle Beteiligten gut leben. Schließlich handelt es sich erst um die Vorrunde – ein Appetitmacher fürs spätere Hauptgericht. Das soll für den FCL mindestens das Endspiel sein.
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