Badminton: Prüfungen im Paket
VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 03.11.2006Für den Badminton-Bundesligisten FC Langenfeld beginnt mit dem Spiel gegen den rheinischen Rivalen 1. BC Beuel der Monat der Wahrheit. Der Deutsche Meister Björn Joppien ist optimistisch: „Wir gewinnen.“
Duelle der Nachbarn
und Beuel verbindet eine Art Hassliebe. Unvergessen sind bis heute die beiden Endspiele 2003/2004. Damals drehte der FCL das 3:5 in Beuel noch um und holte sich durch das 6:2 im Rückspiel den Titel. Ein Jahr später scheiterte Langenfeld im Halbfinale an Beuel – 3:5, 4:4.
Pechvogel des 1. BC Beuel ist Marc Zwiebler. Der Deutsche Meister im Herren-Einzel von 2005 befindet sich zurzeit nach einer Bandscheiben-Operation noch in der Aufbauphase. Vor Anfang 2007 ist an eine Rückkehr in den Wettkampf-Betrieb nicht zu denken.
Es ist schon der dritte Spieltag. Trotzdem geht die Badminton-Bundesliga 2006/2007 jetzt erst richtig los. Die Favoriten für die vier Plätze in der Play-Off-Runde um die Deutsche Meisterschaft haben sich schon abgesetzt, die restlichen vier Teams kämpfen um den Klassenerhalt. Erst der November wird zur Standortbestimmung – auch für den FC Langenfeld (FCL), der in drei Spielen hintereinander auf die Titelkonkurrenten trifft. „In diesem Monat wollen wir sehen, was drin ist“, sagt Bundesliga-Obmann Günther Joppien.
Am Anfang der Dreier-Serie steht am Sonntag (14 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) das Duell mit dem 1. BC Beuel. Die Auftritte gegen den Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim (18. November) und beim Vizemeister SG EBT Berlin (19. November) runden das Monatsprogramm ab. Langenfeld wird aller Voraussicht nach zum ersten Mal in bester Besetzung antreten. Andreas Wölk (Bänderriss überstanden) steht wieder zur Verfügung. „Er ist noch nicht ganz der Alte“, findet Günther Joppien, „aber auf dem besten Weg.“
Wem alles gelingt
Zumindest ein paar Blicke gehen in diesen Tagen immer wieder nach Dänemark zu den Danish Open. Aus Aarhus musste ausgerechnet der sechsmalige Deutsche Meister Björn Joppien als erster Langenfelder abreisen. Der 25-Jährige verlor in der ersten Runde des Herren-Einzels mit 16:21, 18:21 gegen Yen Hui Kenrick Lee (Singapur). Während Joppien nicht zur Höchstform fand, glückte Lee alles. „Unglaublich“, meinte Joppien, „der hat alles getroffen. Traumhaft.“
Die Nummer eins des FCL lief immer einem Rückstand hinterher. Dass der Schiedsrichter zweimal den Aufschlag als Fehler wertete, trug auch nicht zur Beruhigung bei. Der Ärger über das frühe Aus war doppelt groß, weil sich danach wohl die Chance geboten hätte, zumindest bis ins Viertelfinale des Grand-Prix-Turniers vorzudringen.
Warten auf Kostiuczyk
Beste Chancen, in Aarhus besonders weit zu kommen, hat FCL-Neuzugang Nadiezda Kostiuczyk im Mixed mit Robert Mateusiak. Die beiden Polen gewannen in der vergangenen Woche immerhin die Bitburger Open in Saarbrücken. „Dänemark ist die einzige Termin-Kollision in der ganzen Saison“, betont Günther Joppien, der seiner Spielerin natürlich den größten möglichen Erfolg gönnt. Björn Joppien, der früh Gescheiterte, sieht dem Duell mit Beuel ohnehin optimistisch entgegen: „Wir gewinnen.“ Nach Zweifeln hört sich das nicht an – eher wie eine Kampfansage an die Konkurrenz.
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